Berneck 14.01.2023

Gemeindepräsident gesucht: Eine zweite Runde ist nicht unüblich

«Niemand will den Job von Seelos», Ausgabe vom 12. Januar.

Von Helga Klee
aktualisiert am 23.01.2023

Als ich diesen Titel las, fragte ich mich, wie bitte? Da war doch am 13. August 2022 in einem Stichwort von Yves Solenthaler, Redaktor beim «Rheintaler», zu lesen: «Berneck ist ein Sprungbrett für grosse Karrieren.» Er kam zu diesem Schluss, nachdem bekannt war, dass Gemeindepräsident Bruno Seelos in das grössere Widnau wechselt und Pfarrerin Manuela Schäfer nach Uster. Sowohl für Bruno Seelos wie auch Manuela Schäfer war Berneck die erste Stelle, in der sie ihr Amt aus­übten.

Nicht jeder und nicht jede ist für den Job geschaffen

Im August ein Aufsteller und nun ein Titel, der potenzielle Nachfolgerinnen und Nachfolger nicht eben motiviert. Dabei spricht es meiner Meinung nach für die Qualitätsarbeit der Findungskommission (FiKo), dass sie als Nachfolge für unseren Gemeindepräsidenten, der bekanntlich sehr gute Arbeit leistet (das hervorragende Wahlresultat in Widnau ist dafür der beste Beweis), eine bestens qualifizierte Person sucht. Darum schafften fünf Männer und eine Frau die Hürde für eine Empfehlung durch die Fiko nicht. Sie wollten jedoch den Job, sonst hätten sie sich nicht beworben.

Dass es zwei vielversprechende Kandidaturen gab, erfahren wir im Zeitungsbericht. Die beiden haben sich anders entschieden, was schade ist. Ich werte es als positiv, dass sich der Gemeinderat auf Antrag der FiKo unter diesen Voraussetzungen für eine Verschiebung des Wahltermins entschied.

Ich bin zuversichtlich, dass uns die Fiko nach der zweiten Runde – was bei einer erfolglosen Erstausschreibung bei Kaderstellen nicht unüblich ist – eine, noch besser zwei qualifizierte Personen präsentieren wird, die den Job von Bruno Seelos wollen.

Helga Klee, Berneck

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