Widnau 19.09.2022

Widnauerin ist raus: «Im Nachhinein finde ich den Entscheid unfair»

14 Kandidatinnen sind am Montagabend in der dritten Runde im Kampf um den Bachelor angetreten. Zwei sind ausgeschieden. Darunter Noemi Ortega aus Widnau, die sich tränenreich verabschiedet hat.

Von Cassandra Wüst
aktualisiert am 14.11.2022
Widnau 19.09.2022

Widnauerin ist raus: «Im Nachhinein finde ich den Entscheid unfair»

14 Kandidatinnen sind am Montagabend in der dritten Runde im Kampf um den Bachelor angetreten. Zwei sind ausgeschieden. Darunter Noemi Ortega aus Widnau, die sich tränenreich verabschiedet hat.

Von Cassandra Wüst
aktualisiert am 14.11.2022

So viele Widnauer Kandidatinnen es im Bachelor-Format gibt, so früh scheiden sie auch wieder aus. Noemi Ortega ist am Montagabend in der dritten Runde der Rosenschlacht gescheitert. Und dies, obwohl sie sich viel Mühe gegeben und sich viel­seitig präsentiert hat: Sie ist tänzerisch sicher in einem Hip-Hop-Musikvideodreh rund um eine brennende Mülltonne aufgetreten. Beim Spiel Wahrheit oder Pflicht hat sie keine Scheu gezeigt, sich ungeniert gegen eine Steinsäule geräkelt und wie ein Fotomodell posiert. Und dass sie sehr emotional sein kann, hat sie spätestens in der Nacht der Rosen bewiesen.

Im Stechen um die letzte Rose hat sich Bachelor Kenny für eine andere Dame entschieden. «Noemi, du bist voller Lebensfreude und immer so entspannt. Jedes Mal, wenn ich dich sehe, fühle ich mich einfach gut. Du gibst mir so viel, aber ich weiss nicht, ob ich dir das zurückgeben kann. Und das müsste ich, um dir die Rose geben zu können», erklärt Kenny seinen Entschluss. Im Interview erzählt die Widnauerin, warum sie die Wahl dennoch für unfair hält.

Nach Kennys Abfuhr sind Ihnen Tränen gekommen. Warum hat Sie diese so sehr getroffen?

Noemi Ortega: Die Emotionen haben mich einfach überrollt, als ich gemerkt habe, dass es jetzt vorbei ist. Ich habe keine Chance bekommen, Kenny hinter meine fröhliche und lustige Fassade blicken zu lassen und ihm auch meine andere, tiefgründigere Seite zu zeigen. 

Vor der Nacht der Rosen waren Sie sich sicher, dass es eine Rose gibt. Hat es zwischen euch gefunkt?

Aus uns hätte etwas werden können. Aber es war zu früh, um über unsere Gefühle zu sprechen. Dafür hätte ich mehr Zeit gebraucht. Wir hatten aber einen guten Draht zueinander gefunden, deshalb war ich mir sicher, dass ich eine Rose erhalten würde. Im Nachhinein denke ich, dass es unfair war, dass ich keine Rose bekommen habe.

Weshalb?

Andere Frauen hatten die Rose nicht verdient. Regisha zum Beispiel hatte sich in der Villa anders verhalten als in Gegenwart des Bachelors. Trotzdem habe ich mich mittlerweile mit seiner Entscheidung abgefunden.

Wer hat Ihrer Meinung nach die letzte Rose verdient?

Ich würde Deborah oder Sabrina aus Rorschach an der Seite von Kenny sehen, weil sie authentische Frauen sind. 

Verfolgen Sie die Sendung jetzt noch?

Ja, natürlich. Ich möchte die Mädchen unterstützen und bin auch neugierig darauf, was sie erleben und was ich verpasst habe.

Hand aufs Herz: Bereuen Sie rückblickend den Schritt, beim Bachelor mitgemacht zu haben?

Nein, ganz und gar nicht. Es war eine super Erfahrung, bei der ich nicht nur einen netten Mann, sondern auch viele tolle Mädels kennengelernt habe. Ich kann zu allem stehen, was ich gesagt oder getan habe, auch wenn mir bei manchen Szenen die Augen weh getan haben.

Gehört der Dreh des Videoclips auch dazu?

Nein (lacht), aber das Posieren wie ein Model an der Steinsäule. 

Wo werden Sie jetzt nach Ihrem Traummann suchen?

Ich gehe nicht in die Offensive. Ich mache weiter mein Ding, gehe aus und wenn ich meinen Traummann finde, dann ist das eben so. Aber, ich schliesse eine weitere TV-Erfahrung nicht aus, denn nur weil es im Fernsehen ist, heisst das nicht, dass es nicht klappen kann.


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