Börsentipp vor 10 Stunden

Wachstumsprognosen reduziert: Zölle führen nicht zum erhofften Aufschwung

Seit Mittwoch ist bekannt, wie hoch die seit langem angekündigten reziproken Zölle der USA ausfallen. Grundsätzlich wird ein Basiszoll von 10 % erhoben. Staaten, die mehr in die USA exportieren und über ein Handelsbilanzdefizit verfügen, werden stärker zur Kasse gebeten.

Von pd
aktualisiert vor 10 Stunden

Auf  Importe aus der Schweiz wird neu ein Zoll von 31 % er­hoben, Waren aus der Euro­päischen Union werden mit 20 % besteuert, chinesische mit 34 %. Die Zölle werden von den jeweiligen Handelsbilanzdefiziten abgeleitet. Stossend ist unter anderem, dass etwa der Handel mit Dienstleistungen nicht berücksichtigt wird. Dennoch könnte der Effekt auf die Schweiz weniger gravierend ausfallen, als es auf den ersten Blick scheint.

Denn pharmazeutische Produkte sind (vorerst) von den Zöllen ausgenommen, machen aber knapp die Hälfte der Schweizer Exporte in die USA aus. Klar ist: Die Zeche zahlt der US-Konsument, denn Zölle sind nichts anderes als eine Steuererhöhung, wahrscheinlich die grösste, die dem amerikanischen Volk jemals zugemutet wurde. Das dämpft zuerst den Konsum, bevor es die Profitabilität der Un­ternehmen belastet und die US-­Wirtschaft bremst.

Automobilhersteller
unter Druck

Das Stagflationsrisiko ist seit dem Amtsantritt von Donald Trump markant angestiegen. Nach Analysen der Atlanta Fed, einer der zwölf regional tätigen Notenbanken, die zusammen das Notenbanksystem der USA bilden, ist die Konjunktur bereits im ersten Quartal in eine Rezession gerutscht.

Ökonomen haben jüngst ihre Wachstumsprognosen für das laufende Jahr reduziert. Die Zölle führen nicht zum erhofften Aufschwung. Beim Automobilsektor treten Zölle in Höhe von 25 % in Kraft. Die Preise für Neufahrzeuge in den USA werden um mehrere Tausend US-­Dollar steigen. Die Börse beurteilt das wie folgt: Die Aktienkurse der europäischen Auto­-
mobilhersteller sind seit Mitte März unter Druck, jene der US-Produzenten handeln seit Anfang Jahr mehrheitlich im 
Minus.

Festhalten an defensiver
Positionierung

Obwohl wir davon ausgehen, dass das aktuelle Umfeld und die damit einhergehende Volatilität Chancen bieten, erachten wir es als verfrüht, zum jetzigen Zeitpunkt etwas an unserer Allokation zu ändern. Wir halten deshalb an unserer defensiven Positionierung fest und sind davon überzeugt, dass wir so richtig aufgestellt sind.

Interessiert? Kontaktieren Sie die Experten von Raiffeisen vor Ort. Als ausgewiesene Anlagebank finden wir die passende Lösung für Sie.
www.raiffeisen.ch/anlegen

Abo Aktion schliessen
News aus der Region?

Alle Geschichten, alle Bilder

... für nur 12 Franken im Monat oder 132 Franken im Jahr.