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Vetsch verpasst an der WM in Astana die Top Ten knapp

Andreas Vetsch belegt an der Elite-Weltmeisterschaft in Kasachstan in der Kategorie bis 67kg Greco den 16. Schlussrang. Der Captain des Ringerclubs Oberriet-Grabs gewann den Auftaktkampf, verlor dann aber im Achtelfinal gegen einen Norweger mit 1:3 nach Punkten.

Von dos
aktualisiert vor 2 Stunden

Der 30-jährige Grabser startete an der WM in Astana am Montag in der Qualifikationsrunde gegen Shokhin Kholnazarov aus Tadschikistan. In der ersten Halbzeit musste Vetsch wegen Passivität in die Bodenlage, er verteidigte sich aber geschickt und wehrte alle Angriffe seines Gegners ab. Mehr geschah in den ersten drei Kampfminuten nicht.

Die zweite Halbzeit begann für den Rheintaler dann aber denkbar schlecht: Gleich nach dem Anpfiff brachte der Tadschike Vetsch in die Bodenlage und holte zwei weitere Zähler. Doch der RCOG-Captain drehte auf und war in der Folge der aktivere Ringer. Im Bodenkampf nutzte Vetsch seine Chance als angreifender Ringer: Mit einem Ausheber holte er eine Viererwertung und ging mit 5:3 in Führung. Diesen Vorsprung verteidigte er in den verbleibenden 35 Sekunden bis zum Schlusspfiff erfolgreich.

«Für mich war klar, den Auftaktkampf gegen den Tadschiken musste ich gewinnen», sagte Vetsch nach dem Turnier. «Nach der Pause ging ich etwas ungestüm an die Sache und lag 0:3 zurück. Das hat an meinem Plan aber nichts geändert. Ich wollte die zweite Bodenlage holen und dort Punkte erkämpfen, das hat dann auch gut funktioniert.»

Ein Déjà-vu aus dem vergangenen Jahr

Im Achtelfinal wartete mit Haavard Jörgensen ein bekannter Gegner. Vetsch hatte bereits im letzten Jahr an der WM in Kroatien gegen den Norweger gerungen und knapp verloren. «Ich wusste, was auf mich zukommt. Mein Ziel war, zu Beginn aktiver zu sein und zuerst im Bodenkampf angreifen zu können», sagte der Grabser. Das gelang jedoch nicht. Der Norweger war zu Beginn der etwas aktivere Ringer und Vetsch musste am Boden wieder die Verteidigerposition einnehmen. Mit einem Durchdreher sicherte sich Jörgensen eine Zweierwertung. Alle weiteren Angriffe wehrte Vetsch ab, doch es ging mit einem 0:3-Rückstand in die Pause.

In der zweiten Halbzeit war Vetsch der aktivere Ringer und erhielt die Chance, im Bodenkampf anzugreifen. Zu weiteren Punkten reichte es aber nicht. Der Norweger verteidigte alle Angriffe erfolgreich und Vetsch verlor nach sechs Minuten mit 1:3 nach Punkten. «Der Kampf verlief ziemlich gleich wie letztes Jahr in Kroatien», konstatierte Vetsch.

Jörgensen verlor danach im Viertelfinal ganz knapp gegen einen Armenier, der den Wettkampf auf dem fünften Rang beendete. Damit war das Turnier für Vetsch vorbei. «Ich bin vom Resultat enttäuscht. Genau solche Kämpfe wie gegen den Norweger muss ich gewinnen, um ganz vorne mitringen zu können. Das Feld ist sehr nahe zusammen. Grundsätzlich fehlt nicht viel, aber die Wertung beim Angriff im Bodenkampf brauche ich einfach.»

Weltmeister bis 67kg Greco wurde der Iraner Leivesi. Silber sicherte sich der junge Usbeke Khalmakhanov, die beiden Bronzemedaillen gingen an Kuba und Kasachstan.