Auf der Schweizer Seite des Rheins machte sich am vergangenen Sonntag eine Gruppe von etwa 25 Velofahrenden auf, um den umgekehrten Weg von geflüchteten Menschen zu befahren. Unterwegs gab Berta Thurnherr an den jeweiligen Orten Geschichten wieder, die ihr in den 80er-Jahren von den Menschen aus Schmitter direkt erzählt worden waren. Sie gab sie wortgetreu weiter.Die Geschichten darüber, wie die geflüchteten Menschen aufgenommen wurden, und die Hilfe, die sie von Paul Grüninger erfahren hatten, berührte die Teilnehmenden sehr und sollten nicht vergessen werden.In Hohenems feierte man auf dem Schlossplatz schliesslich die Einweihung des Radweges. Nachfahren der Geflüchteten hielten eindrückliche Reden. Keiner dieser Menschen hätte dastehen können, wären ihre Vorfahren nicht in die Schweiz geflüchtet und so dem sicheren Tod durch die Nazis entgangen. Auf jedem der 52 Grenzsteine ist jeweils ein QR-Code abgebildet. Scannt man ihn, kann man die Geschichten mit seinem Handy direkt vor Ort anhören.Hinweis: Zur Erkundung der Grenzlandschaft im Rheintal dient die Webseite www.ueber-die-grenze.at.