Thomas Litscher fuhr nach dem Start schnell in die zweite Verfolgergruppe, die zeitweise den Anschluss an die Spitze fand. Als der nach einem frühen Angriff zurückgefallene Strassenspezialist Mathieu van der Poel das Tempo wieder anzog, musste Litscher abreissen lassen. Er hielt aber in den folgenden zwei Runden die zwölfte Position bis ins Ziel. Somit war er klar der drittbeste Schweizer hinter Nino Schurter und Mathias Flückiger, die Zweiter und Dritter wurden. Für das Rennen um den nun wohl definitiv noch dritten Olympia-Startplatz ist der Thaler damit in einer guten Position, ohne allerdings einen starken Akzent gesetzt zu haben - das Rennen bleibt nächste Woche in Nove Mesto offen.Litschers Teamkollege Koretzky bestritt das Rennen auf Nino Schurters Gepäckträger. Auch als der Bündner seinen 33. Weltcupsieg - und damit die Eaglisierung von Julien Absalons Rekord - mit einer Attacke suchte, blieb der Franzose dran und zog vor der letzten Kurve vorbei. Dass er der stärkere Sprinter ist als Schrter zeigte er bereits im Short Race im Duell um den zweiten Platz.Mathias Flückiger war kurz zuvor aus der Spitzengruppe gefallen als Schurter in der langen Abfahrt das Tempo verschärft hatte. Im Sprint gegen den Tschechen Ondrej Cink sicherte er den dritten Platz. Die Radprofis Mathieu van der Poel und Tom Pidcock hatten ihre Kräfte frühe verpufft - der Niederländer mit einem Antritt, der Brite mit der Aufholjagd aus der elften Startreihe. Sie fuhren als Fünfter (Pidcock) und Siebter (van der Poel) ins Ziel. Zu den Geschlagenen gehörte auch Weltmeister Jordan Sarrou als Elfter und der Brasilianer Henrique Avancini ein Rang vor ihm, der ebenfalls bereits in der startphase seine Kräfte verpufft hatte.