An seiner Klausurtagung vom 7. August hat der Gemeinderat die zukünftige Entwicklung der Gemeinde auf den Weg gebracht. Im Fokus standen die finanzielle Situation und Entwicklung der Gemeinde, die Festlegung von Jahreszielen bis 2028 sowie die strategische Ausrichtung der Gemeindeentwicklung bis ins Jahr 2030.
Unter der Leitung des neuen Gemeindepräsidenten Armin Hanselmann setzte sich der Gemeinderat intensiv mit den Herausforderungen der aktuellen Finanzlage sowie einer Standortbestimmung der Zielsetzungen dieser Legislaturperiode auseinander. Moderiert und begleitet wurde die Klausurtagung von einem externen Berater mit langjähriger Erfahrung als Gemeinderatsschreiber.
Finanzielle Stabilität als zentrale Herausforderung
Wie bereits bei der Auslegung der Jahresrechnung 2025 aufgezeigt wurde, steht die Gemeinde aufgrund steigender Ausgaben und Kosten insbesondere in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Soziales vor erheblichen finanziellen Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund bekräftigte der Gemeinderat das Ziel, den Finanzhaushalt nachhaltig zu stabilisieren und den Steuerfuss langfristig daran auszurichten.
Im Rahmen des Budgetprozesses 2027 sollen deshalb sämtliche geplanten Ausgaben kritisch überprüft werden. Wie der Gemeinderat mitteilt, strebt er gegenüber dem Budget 2026 Einsparungen an. Gleichzeitig sollen mögliche Massnahmen zur Ertragssteigerung sowie zur Optimierung interner Prozesse geprüft werden. Damit soll die finanzielle Handlungsfähigkeit der Gemeinde langfristig gesichert und die vorhandene Ausgleichsreserve berücksichtigt werden. Neben finanzpolitischen Fragestellungen verabschiedete der Gemeinderat konkrete Jahresziele bis Ende Dezember sowie für die Jahre 2027 und 2028.
St. Margrethen treibt die Digitalisierung voran
Schwerpunkte bilden die Weiterentwicklung der Liegenschaftsstrategie, die Umsetzung der bereits geplanten nächsten Etappen der Parkplatzbewirtschaftung, die Erarbeitung eines Kommunikationskonzepts, das die veränderte Medienlandschaft berücksichtigt, sowie die weitere Digitalisierung der Verwaltung. Zusätzlich werden die Abläufe und Prozesse auf allen Stufen überprüft und, wo sinnvoll, Änderungen vorgenommen, damit die Gemeinde ihre Dienstleistungen effizient, bürgernah und zukunftsgerichtet erbringen könne.
Strategische Schwerpunkte bis 2030 festgelegt
Für die Jahre 2027 bis 2030 legte der Gemeinderat zudem übergeordnete strategische Schwerpunkte fest. Im Zentrum stehen ein nachhaltig ausgeglichener Finanzhaushalt, die Förderung von qualitativ hochwertigem Wohnraum, die aktive Standortförderung für das lokale Gewerbe sowie eine offene und bürgernahe Kommunikation. Darüber hinaus soll das generationenübergreifende Zusammenleben gezielt gefördert werden, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Gemeinde weiter zu stärken.
Attraktivität als Arbeits- und Wohnort steigern
Mit den beschlossenen Zielen und Schwerpunkten setzt der Gemeinderat nach eigenen Angaben ein klares Zeichen für eine verantwortungsvolle Finanzpolitik, eine leistungsfähige Verwaltung und eine nachhaltige Weiterentwicklung. So werde St. Margrethen auf die kommenden Herausforderungen ausgerichtet.
So will das Dorf wachsen: Strategie entwickelt bis 2030