Dort startet die Grabserin am Donnerstag, 17. Juni, mit dem Qualifikationskampf gegen die Polin Nikola Drozdek. Das Nachwuchstalent zeigt sich im Interview zuversichtlich für ihr Jahreshighlight.Annatina Lippuner, wie verlief Ihre Vorbereitung auf das grosse Turnier?Annatina Lippuner: Während der letzten Monate bestritt ich zwei internationale Turniere, eines in Kroatien und eines in Bukarest, Rumänien. Dabei gelang es mir, Erfahrung zu gewinnen und an Einzelheiten zu arbeiten. Während der Schulferien war ich die meiste Zeit in Freiburg, um gute Trainings zu absolvieren. Ich bestritt den grössten Teil der Vorbereitung mit deutschen Ringerinnen im Schwarzwald.Wie gross ist die Freude auf Ihren ersten Grossanlass?Die Freude ist riesig – und sie überdeckt meine Nervosität. Ich bin aufgeregt, gehe die ganze Sache aber fokussiert an.[caption_left: Annatina Lippuner (rechts) bei einem der Vorbereitungsturniere auf die Europameisterschaft.]In welcher Gewichtsklasse werden sie antreten?Leider war nicht von Anfang an klar, in welcher Klasse ich starten werde. Als dies geklärt war – ich ringe bis 53 kg Freistil –, fiel es mir nicht schwer, auf mein Kampfgewicht zu kommen. Ich konnte durch die Aufregung schon ganz gut abnehmen.Wie lief die mentale Vorbereitung auf die EM?Durch Alleinsein und Musik hören konnte ich mich in geistig sehr gut darauf vorbereiten. Auch früh schlafen zu gehen hilft mir dabei, Ruhe zu bewahren.Stehen Sie sehr unter Druck?Ich versuche, die Vorfreude auf den ersten Grossanlass wirken zu lassen. Zu viel Druck mache ich mir nicht, eher versuche ich, mich auf das Ziel zu fokussieren, bis zur letzten Sekunde so gut wie möglich zu ringen und Kämpfe zu gewinnen.Verfolgen Sie ein resultatmässiges Ziel?Eine Medaille wäre schön, jedoch gehe ich Schritt für Schritt und will am Ende unabhängig meines Resultates zufrieden mit der Leistung sein.