Ende Oktober waren im Wahlkreis Rheintal 2038 Personen bei einem Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) als stellensuchend gemeldet. Das sind 64 weniger als im Oktober 2025, ein Minus von 3,0 Prozent. Gegenüber dem Vormonat hat die Zahl allerdings leicht zugenommen, um 18 Personen. Das geht aus den neusten Zahlen hervor, die der Kanton St.Gallen am Donnerstag veröffentlicht hat.
Damit hebt sich das Rheintal vom kantonalen Trend ab. Neben dem Rheintal ist die Zahl der Stellensuchenden einzig im benachbarten Werdenberg zurückgegangen, dort um 1,1 Prozent auf 899 Personen. In allen anderen Wahlkreisen stieg sie: am stärksten im Toggenburg (+13,9 Prozent), in See-Gaster (+7,6 Prozent) und im Wahlkreis Rorschach (+4,8 Prozent). Unter dem Kantonsmittel blieben Wil (+0,6 Prozent) und St.Gallen (+1,4 Prozent).
Kanton: Quote bei vier Prozent
Im ganzen Kanton waren Ende Oktober 11 341 Personen als stellensuchend gemeldet, davon 5784 als arbeitslos. Das sind 216 Stellensuchende oder 1,9 Prozent mehr als vor Jahresfrist und 90 mehr als Ende September. Die Stellensuchendenquote liegt bei 4,0 Prozent, die Arbeitslosenquote bei 2,0 Prozent. Laut Kanton nähern sich die Zahlen damit weiterhin dem Vorjahreswert an. Schweizweit fällt der Anstieg mit 4,7 Prozent deutlich stärker aus.
In der Industrie und im verarbeitenden Gewerbe ging die Zahl der Stellensuchenden um 3,3 Prozent zurück, etwa im Maschinenbau (−10,4 Prozent) und im Baugewerbe (−9,1 Prozent). Ausnahmen sind die Metallverarbeitung (+15,8 Prozent) und der Fahrzeugbau (+28 Prozent). Im Dienstleistungssektor stieg die Zahl hingegen um sechs Prozent, vor allem im Gesundheits- und Sozialwesen (+19,3 Prozent) und im Gastgewerbe (+15,5 Prozent).
Erfreulich entwickelt sich die Lage bei den Jungen: Bei den 15- bis 24-Jährigen gab es 4,2 Prozent weniger Stellensuchende als im Vorjahr. Bei den über 50-Jährigen nahm die Zahl dagegen um 3,7 Prozent zu.
Mehr offene Stellen, weniger Kurzarbeit
Bei den St.Galler RAV waren Ende Oktober 3984 offene Stellen gemeldet, 991 mehr als vor einem Jahr. Am stärksten gesucht sind Hilfsarbeitskräfte, Personen in Dienstleistungsberufen, im Verkauf und in Handwerksberufen. Für November haben 26 Betriebe Kurzarbeit für 500 Mitarbeitende vorangemeldet, fünf Betriebe und 254 Mitarbeitende weniger als im Vormonat. Betroffen sind Industriebetriebe aus allen Regionen des Kantons.
Rheintal gegen den Trend: Weniger Stellensuchende als vor einem Jahr