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Ölpreis steigt wegen Nahost-Konflikt – Quartalszahlen von Roche, Nestlé, Alphabet und Tesla

Geopolitische Spannungen, ein deutlich höherer Ölpreis und eine dichte Bilanzsaison prägen die Finanzmärkte. Während Unternehmen wie VAT, Belimo und Alphabet überzeugen, rufen unter anderem Lonza, Lindt & Sprüngli und Swatch Ernüchterung hervor.

Von pd
aktualisiert vor 2 Stunden

Der Iran und die USA setzten ihre gegenseitigen Angriffe fort. Zugleich kündete die Huthi-Miliz eine Blockade der Meerenge Bab al-Mandab an. Die im Roten Meer gelegene Schifffahrtspassage ist für den globalen Handel ähnlich wichtig wie die Strasse von Hormus. Folglich stieg der Fasspreis für Rohöl Brent über 95 US-Dollar.

Die SMI-Schwergewichte Roche und Nestlé trafen im ersten Halbjahr die Prognosen. Der Umsatz des Novartis-Konkurrenten sank um 2 % auf 30,4 Milliarden Franken. Ohne Währungseffekte stieg er um 6 %. Der Nahrungsmittelmulti setzte 21,8 Milliarden Franken um, 3,7 % mehr als im Vorjahr. Nestlé kündete an, sein Wassergeschäft in ein Joint Venture einzubringen. Vor allem wegen der Entwicklung im Luftfrachtgeschäft gelang es Kühne + Nagel im zweiten Quartal, seinen Nettoumsatz um 8 % auf 6,6 Milliarden Franken zu steigern.

Euphorie um Künstliche Intelligenz

Folglich hat es den Jahresausblick angehoben. Dank der Euphorie um Künstliche Intelligenz lief es bei VAT und Belimo rund. Der Halbleiterzulieferer erhielt in der ersten Jahreshälfte rekordhohe Bestellungen. Der Klimatechnikspezialist steigerte den Umsatz um fast ein Drittel. Ein durchwachsenes Fazit zog Givaudan. So kam es von Januar bis Juni zu einer Wachstumsbeschleunigung. Negative Wechselkurseffekte führten dazu, dass der Duftstoff- und Aromahersteller in Franken gerechnet weniger umsetzte. Zudem hat die Profitabilität gelitten.

Beim Pharmazulieferer Lonza brachte der Umsatz bei den Börsianern lange Gesichter. Darüber konnten auch die Erhöhung der Margenvorgaben und die Ankündigung eines über 500 Millionen Franken schweren Aktienrückkaufprogramms nicht hinwegtrösten. Lindt & Sprüngli und Swatch enttäuschten. Das Ergebnis des Schokoladenherstellers fiel zwar besser aus als erwartet. Kritisch sehen die Investoren die Mengenentwicklung. Der Uhrenbauer kämpft mit der Frankenstärke, den geopolitischen Spannungen sowie der kriselnden Binnenkonjunktur Chinas.

Dank des gut laufenden Cloud-Geschäfts gelang es der Google-Mutter Alphabet, die Prognosen im zweiten Quartal zu schlagen. Der Umsatz kletterte um 24 % auf 119,8 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen verdiente 112 Milliarden US-Dollar. Angesichts geplanter KI-Investitionen von rund 200 Milliarden US-Dollar im laufenden Jahr stellen sich die Anleger die Frage, wann sich diese auszahlen werden. Erstmals seit über 20 Jahren resultierte zudem ein negativer Cashflow. Die Ausgaben für KI und Robotik führten beim E-Automobilbauer Tesla dazu, dass dieser trotz rekordhoher Auslieferungen einen Mittelabfluss ausweisen musste.

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