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Altstätten 03.04.2025

Neue Windmessanlage für die Rhema: Messechef wird Hobby-Meteorologe

Die Rhema setzt auf eine neue Helferin, um die Sicherheit zu erhöhen und bessere Wetterprognosen zu erhalten. Was die Besucherinnen und Besucher in diesem Jahr sonst noch Neues erwartet.

Von Cassandra Wüst
aktualisiert am 03.04.2025

Stürme machen der Rhema jedes Jahr zu schaffen. In der Vergangenheit musste die Rhema auch schon mitten in der Partynacht geschlossen oder die Besucherinnen und Besucher nach Hause geschickt werden. In solchen Situationen stehen die Verantwortlichen der Rhema in Kontakt mit den Meteorologen von Meteo Schweiz. Und neu haben sie eine Assistentin vor Ort.

Eine Anschaffung für die Sicherheit

Seit Mittwoch ist das Rhema-Gelände mit einer professionellen Windmessanlage ausgestattet. Diese misst, wie stark der Wind weht und aus welcher Richtung er kommt. Dabei kommen zwei Geräte zum Einsatz: eines für die Windgeschwindigkeit und eines für die Windrichtung. Die gesammelten Daten werden gespeichert und können für genauere Wettervorhersagen und Prognosen genutzt werden. Die Anlage stammt aus der Staubern Bahn, und zum Kaufpreis möchte Messeleiter Michael Dietrich nichts sagen. Nur so viel: «Es ist relativ teuer», fügt er hinzu. Aber für die Verbesserung der Sicherheit ist es eine Investition, die sich auf jeden Fall auszahlt.

Informieren über die diesjährige Rhema: (von links) Andreas Eggenberger, Ralph Dietsche und Michael Dietrich.
Informieren über die diesjährige Rhema: (von links) Andreas Eggenberger, Ralph Dietsche und Michael Dietrich.
Bild: cw

Wie hilft die Windmessanlage bei der Wetterprognose?

Die Windmessanlage selbst kann keine eigenen Prognosen erstellen, erklärt Michael Dietrich. «Sie sammelt lediglich aktuelle Daten, aber diese können uns helfen, bessere Vorhersagen zu treffen.» Zudem ermöglicht die Anlage den Rhema-Machern, die Prognosen der Meteorologen, mit denen sie jeweils in Kontakt stehen, mit den tatsächlichen Werten vor Ort zu vergleichen und so die Vorhersagen zu verbessern.

Diese Erkenntnisse werden nicht nur für die diesjährige Rhema nützlich sein, sondern auch für künftige Veranstaltungen, um die Infrastruktur noch besser anzupassen. Die Daten aus der Windmessanlage werden von Dietrich persönlich ausgewertet. Ist er also ein Hobby-Meteorologe? «Das könnte man so sagen», sagt er und lacht.

Die Windmessanlage ist an einem Kandelaber angebracht.
Die Windmessanlage ist an einem Kandelaber angebracht.
Bild: cw

Neuerungen für die Rhema 2025

Michael Dietrichs eigentliche Aufgabe bleibt jedoch die Planung der Messe. In rund 500 Stunden wird die Rhema eröffnet, und auch in diesem Jahr gibt es einige Neuerungen: Dazu gehört das neue Rhema-Shirt mit dem Slogan «Woascht eh», das mehr ein Statement als ein reines Kleidungsstück ist. Die neu eingeführte Dauerkarte+ bietet neben dem Eintritt auch kostenlose An- und Abreise mit dem öffentlichen Verkehr, einen Rabatt auf das Shirt, einen Gutschein für die Backstube, einen 12er-Pack Sonnenbräu-Bier und weitere Goodies. 

Für alle, die es gerne bequem haben und Warteschlangen meiden, gibt es nun auch ein digitales Parkticket. Die Website wurde im Design überarbeitet und ist nun mobilfreundlicher. Zudem gibt es eine digitale Geländekarte, die Besuchern bereits im Vorfeld oder auch vor Ort hilft, sich einen Überblick zu verschaffen.

Die ersten Stände sind schon da

Die ersten Messestände sind bereits aufgebaut. Abgesehen von zwei freien Standflächen – eine in der Sonderausstellung Gesundheit und eine im Aussenbereich – sind alle Plätze belegt. Der Gwerblertag ist ausverkauft, aber für den Sportdialog, mit Gästen wie Hausi Leutenegger und Beni Thurnherr, gibt es noch Tickets. Das Musikprogramm reicht von DJs über lokale Bands bis hin zu Rock.

Auch der Verwaltungsratspräsident Andreas Eggenberger wird wieder mit seiner Band, den Nachtfaltern, auftreten. Oder wie Michael Dietrich das musikalische Programm zusammenfasst: «Von A wie Andi Eggert Band bis Z wie ZZ Mountain Band ist für jeden etwas dabei.» Der Eröffnung der Rhema am 25. April steht also nichts mehr im Weg.

Vor der Eröffnung wird schon getanzt

Doch schon vor der offiziellen Eröffnung wird auf dem Rhema-Gelände getanzt. Am 12. April gibt es in Zusammenarbeit mit Muted eine Silent Disco – Musik wird auf drei Kanälen über Kopfhörer gespielt. 800 Tickets sind bereits verkauft. «Mit diesem zusätzlichen Anlass nutzen wir die Infrastruktur optimal», erklärt Michael Dietrich. Schliesslich muss die rund eine Million Franken teure Infrastruktur gut genutzt werden. Rhema-Verwaltungsrat Andreas Eggenberger ergänzt: «Das entspricht unserer Strategie. Wir wollen die Allmend weiterbeleben. Mittel- und langfristig soll deshalb eine feste Halle gebaut werden.»

Verwaltungsratspräsident Andreas Eggenberger.
Verwaltungsratspräsident Andreas Eggenberger.
Bild: cw

Ein Thema, das die Rheintal Messe und Event AG schon seit längerem beschäftigt. Aktuell laufen verschiedene Abklärungen, um ein Vorprojekt zu entwickeln, das neben der Finanzierung auch Fragen zur Verkehrsanbindung, Umweltverträglichkeit und zum Umgang mit dem Gewässerraum klärt. «In den nächsten 12 Monaten wollen wir etwas präsentieren können», sagt Andreas Eggenberger. Zunächst hat der Verwaltungsrat noch ein Zirkuszelt zu verkaufen. Die Windmessanlage muss schliesslich finanziert sein.

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