Altstätten 18.11.2022

Lex Bauernmarkt: Stadt lässt Poller in die Marktgasse einbauen

Diesen Sommer über war der oberste Teil der Marktgasse mit Ausnahme weniger Stunden am Vormittag versuchsweise für den Verkehr gesperrt. Ab nächstem Jahr wird dies fix so sein.

Von Max Tinner
aktualisiert am 18.11.2022
Altstätten 18.11.2022

Lex Bauernmarkt: Stadt lässt Poller in die Marktgasse einbauen

Diesen Sommer über war der oberste Teil der Marktgasse mit Ausnahme weniger Stunden am Vormittag versuchsweise für den Verkehr gesperrt. Ab nächstem Jahr wird dies fix so sein.

Von Max Tinner
aktualisiert am 18.11.2022

Was dieses Jahr ein Versuch war, gilt ab nächstem Jahr definitiv: Die Durchfahrt der Marktgasse wird jeweils von April bis November eingeschränkt. Dies schreibt die Stadt Altstätten in einer Medienmitteilung. Dies beruhige den Verkehr in der Altstadt und erhöhe die Aufenthaltsqualität. 

Manche Einschränkungen gelten seit bald 20 Jahren

Bereits seit 2004 gilt in der Altstadt das Verkehrsregime einer Begegnungszone. Lastwagen dürfen zur Belieferung der Geschäfte von 6 bis 11.30 Uhr ins Städtli fahren oder zu anderen Zeiten mit einer speziellen Bewilligung. Zwischen dem Abzweiger in die Rabengasse und der Frauenhofkapelle ist die Durchfahrt durch die Marktgasse für den motorisierten Verkehr während der Sommermonate ebenfalls schon länger jeden Samstagvormittag wegen des Bauernmarkts gesperrt.

Dieses Jahr war die Marktgasse ab April bis Ende Oktober für den motorisierten Verkehr nur beschränkt befahrbar. Beim Frauenhof galt täglich ab 11.30 Uhr bis am nächsten Morgen um 6 Uhr sowie samstags und sonntags ein Fahrverbot. Während der ordentlichen Anlieferungszeiten am Morgen war die Durchfahrt möglich; nachmittags und an den Wochenenden erfolgte die Wegfahrt über die Rabengasse. Zudem waren die acht Parkplätze beim Frauenhof während dieser Zeit gesperrt.

Nach wie vor unnötiger Durchgangsverkehr

Eine Umfrage der Stadt unter den Anwohnerinnen und Anwohnern ergab, dass eine deutliche Verkehrsreduktion feststellbar war. Es werde aber nach wie vor teils zu schnell und auch ohne Halt bei einem Geschäft durchs Städtli hindurchgefahren, heisst es in der Medienmitteilung.

Auch auf den gesperrten Parkplätze wurde teils trotzdem parkiert. Diese Durchfahrten trotz Fahrverbot waren gefährlich und verunsicherten die Leute in der Verweilzone.

Die Inhaberinnen und Inhaber der Geschäfte machten unterschiedliche Erfahrungen. Manche beurteilen das neue Verkehrsregime wegen wegfallender Parkplätze als eher nachteilig, andere bemerkten keinen Einfluss auf das Geschäft. Manche Geschäfte beurteilten die zeitweise Sperrung des obersten Abschnitts der Marktgasse gar als positiv, weil sie mehr Umsatz machten.

Manche Geschäfte machten mehr Umsatz.

Die Kommission Altstadtentwicklung zieht wegen der mehrheitlich positiven Rückmeldungen ein grundsätzlich positives Fazit aus dem Versuchsbetrieb. Der Stadtrat hat darum beschlossen, definitiv zu machen, was dieses Jahr erst ein Versuch war: Zwischen April und November wird künftig täglich ab 11.30 Uhr eine Durchfahrtsbeschränkung gelten. Die Stadt hat bei der Kantonspolizei die dazu nötige Verkehrsanordnung beantragt.

In die Marktgasse werden zeitgesteuerte Poller eingebaut

Nebst der Signalisation wird eine bauliche Massnahme die Neuerung durchsetzen helfen: Die Stadt lässt zeitgesteuerte Poller in die Gasse einbauen. Dies zur Sicherheit der Flanierenden im abgesperrten Bereich, hält die Stadt in der Medienmitteilung fest. Die Kosten dafür wurden ins Budget 2023 aufgenommen.