Mitten im Einkaufszentrum Rosenberg in Winterthur, zwischen Rolltreppen, Ladenzeilen und neugierigen Blicken, verwandelt sich am 3. April ab 12 Uhr ein Stück Alltag in eine Bühne für florale Kunst. Dort kämpft Mia Yara Etter aus Wolfhalden in einer von vier regionalen Vorausscheidungen um den Einzug in die nationalen Berufsmeisterschaften SwissSkills 2025.
Die 19-Jährige befindet sich derzeit im dritten Lehrjahr zur Floristin bei Blumen Specker in Rheineck. Nächste Woche gestaltet sie gemeinsam mit anderen jungen Floristinnen und Floristen sechs Stunden lang drei blumige Werkstücke. Eines davon bringt sie fixfertig mit, zwei entstehen live vor Ort – unter den Augen der Jury und der Passantinnen und Passanten.
«SwissSkills»-Final ist im September
Die jeweils besten drei Floristinnen und Floristen der vier Regionalmeisterschaften qualifizieren sich für den grossen «SwissSkills»-Final im September in Bern. Dort geht es nicht nur um den Schweizer Meistertitel in Floristik, die Siegerin oder der Sieger darf die Schweiz auch an den internationalen Berufsmeisterschaften vertreten.
Eine Chance für die Branche und sie selbst
Floristik ist weit mehr als hübsche Blumen in eine Vase stecken. Die Arbeit verlangt Kreativität, handwerkliches Geschick, ein gutes Gespür für Farben, Formen und Trends – und vor allem: Emotion. Werkstücke müssen wirken, berühren, überraschen. Deshalb zählen bei den «SwissSkills» nicht nur Technik und Sauberkeit, sondern auch die Persönlichkeit, die die Kandidierenden in ihre Kreationen einbringen. Für Mia Yara Etter ist genau das die Motivation: «Ich liebe die kreative und abwechslungsreiche Arbeit, die mich jeden Tag erwartet. Zudem erfüllt es mich, durch meine Arbeit anderen Menschen eine Freude zu machen oder Trost zu spenden.» An den «SwissSkills» will sie ihr Können unter Beweis stellen. Die Teilnahme zur Schweizer Meisterschaft sieht die 19-Jährige als grosse Chance: «Sowohl für mich und mein Sein als Floristin.»
«Grosse Chance»: Mia Yara Etter kämpft um den floralen Meistertitel