Regionalfussball 11.11.2022

Fussballrückblick, 3. Liga: Kein Rheintaler Drittligist spielt ganz vorne mit

Das defensiv starke Diepoldsau hat eine gute, der FC Rebstein eine mittelmässige Hinrunde gespielt. Rüthi und Staad hatten zuletzt Negativserien, haben aber mit einem Sieg abgeschlossen.

Von Hansueli Steiger
aktualisiert am 11.11.2022
Regionalfussball 11.11.2022

Fussballrückblick, 3. Liga: Kein Rheintaler Drittligist spielt ganz vorne mit

Das defensiv starke Diepoldsau hat eine gute, der FC Rebstein eine mittelmässige Hinrunde gespielt. Rüthi und Staad hatten zuletzt Negativserien, haben aber mit einem Sieg abgeschlossen.

Von Hansueli Steiger
aktualisiert am 11.11.2022

Der FC Diepoldsau-Schmitter hat eine gute Vorrunde gespielt. Er war defensiv sattelfest – das 1:4 im letzten Spiel gegen Rüthi ausgeklammert. In den ersten zehn Spielen kassierten die Rheininsler nur acht Tore. Und vorne konnten sie auf auf die Treffsicherheit von Ogün Hot (neun Tore) zählen.

Gegen Buchs (0:1) und Bad Ragaz (0:2) hielten sich die Niederlagen im Rahmen. Trainer Patrik Riklin ist mit der Vorrunde sehr zufrieden:

Wir haben uns defensiv enorm verbessert und spielen solidarisch als Einheit, dazu sind wir mit Offensivpower immer für ein Tor gut. Leider haben wir uns im letzten Spiel nicht für die gute Vorrunde belohnt.

Was noch fehle, sei die Cleverness sowie die letzte Entschlossenheit, die man vor allem gegen Ende der Vorrunde vermissen liess. In Diepoldsau ist die letzte Saison noch in den Köpfen, als man nach einer guten Vorrunde, am Schluss auf Rang neun zurückfiel. 2022/23 erhoffen sich die Rheininsler eine bessere Rückrunde. Im Trainingslager im März soll der Grundstein dazu gelegt werden.

Rebstein musste sich erst in die Saison kämpfen

Der FC Rebstein hatte nach drei Spielen nur einen Punkt, obwohl es auch neun hätten sein können. In Uznach (0:0) haderten beide Teams mit den Entscheidungen des Unparteiischen, der fast jeden Zweikampf abpfiff und in einem fairen Spiel zwölf Gelbe verteilte.

Simon Schranz war über die Hinrunde gesehen der auffälligste Rebsteiner.
Simon Schranz war über die Hinrunde gesehen der auffälligste Rebsteiner.
Bild: hst

Gegen Sargans führte Rebstein nach einer Stunde 3:1, hatte weitere Chancen und sah wie der sichere Sieger aus, die Gäste siegten aber noch 3:4. In Rüthi lag es an der Chancenauswertung, auch auf dem Rheinblick wäre ein Sieg drin gewesen. Diesen gab es gegen Glarus (2:1) – endlich. Die nächsten Spiele endeten wieder mit Niederlagen, aber man liess sich nicht aus der Ruhe bringen.

Wir waren in den meisten Spielen ebenbürtig, teils spielbestimmend. Das Glück war nicht immer auf unserer Seite, aber wir haben nie den Glauben an unsere Stärken verloren

sagt Trainer Ralph Heeb. Dies war gegen Buchs sichtbar, als Rebstein den Leader arg forderte. Zudem gelang dem Heeb-Team im Oktober ein nicht alltägliches Kunststück: Bei Schlusslicht Weesen II gewann es 11:0.

Rüthi mit Negativserie und Abschlusssieg

Der FC Rüthi war mit viel Vorschusslorbeeren gestartet. Dank Verstärkungen erhoffte er sich, vorne mitzuspielen. Das erste Spiel gegen Buchs (1:5) ging aber gründlich daneben. Nach den nächsten Spielen (4:2 bei Weesen II, 2:1 gegen Rebstein) schien aber alles den erwarteten Gang zu nehmen. Doch schon in Bad Ragaz verlor Rüthi wieder (1:4).

Dies war der Auftakt zur Serie von sieben Niederlagen. Auf dem Rheinblick machten sich Ratlosigkeit und Unsicherheit breit, nach zehn Spielen hatte Rüthi magere sechs Punkte. Im letzten Spiel stand der Gang zu Diepoldsau-Schmitter bevor. Und auf der Rheinau spielte das Team von Granit Bojaxhi endlich so, wie man es erwartet hatte und gewann 4:1. Der Auftritt macht Hoffnung auf eine Rückrunde, die anders verlaufen soll.

Staad mit Schlüsselerlebnis im Direktduell

Niederlagenserie: Dieses Wort umschreibt auch den Hinrundenabschluss des FC Staad. Die Seebuben begannen verheissungsvoll. Nach sechs Spielen hatte das Team von Aco Popadic 18 Punkte gesammelt. Damit lag es zusammen mit Wittenbach an der Spitze. Das verflixte siebte Spiel – der Spitzenkampf in Wittenbach – wurde aber eine einseitige Angelegenheit. Zwar glich Knellwolf kurz nach der Pause aus, den Gastgebern gelangen aber danach innert 18 Minuten drei Tore.

Vor dem Spiel in Wittenbach (im Bild) war Staad makellos - danach ging's abwärts.
Vor dem Spiel in Wittenbach (im Bild) war Staad makellos - danach ging's abwärts.
Bild: rez

Mit diesem Dämpfer gingen die Seebuben in die nächsten Spiele, die mit weiteren Enttäuschungen endeten: Gegen Brühl II verloren sie 0:3, in Neukirch 1:3, gegen Gossau II 0:3. Die Negativspirale konnte im letzten Spiel gegen Appenzell gestoppt werden, Staad gewann 3:1. Es ist dem Team zuzutrauen, dass es den Rank im Frühling findet. Die Qualität fehlt sicher nicht.