Motorsport 22.04.2026

Fünf Rheintaler Podestplätze zum Auftakt in die neue Saison

Zum 26. Mal organisierte der ACS Thurgau in Frauenfeld den Auftakt zur Schweizer Automobilslalom-Meisterschaft. Rund 360 Teilnehmende standen auf der grossen Allmend in Frauenfeld am Start, darunter mehrere Rheintaler.

Von Elio Crestani
aktualisiert am 22.04.2026

Rund 9000 Fans verfolgten bei schönem Frühlingswetter und angenehmen Temperaturen die Rennen. Ein besonderes Highlight waren die raren, ausgestellten Oldtimer, die jeweils in den Pausen ihre Runden drehten. Im Rennen mussten die Pilotinnen und Piloten auf der 3,2 Kilometer langen Strecke 49 Tore möglichst fehlerfrei umfahren. Die schnellsten Boliden erreichten auf der langen Startgeraden über 200km/h. Mehrere Rheintaler setzten sich glanzvoll in Szene – es fehlte nur der Altstätter Armin Buschor, der am Samstag seinen 74. Geburtstag feierte. Er wurde krank.

Der Honda Civic des jungen Thalers Davide Zürcher.
Der Honda Civic des jungen Thalers Davide Zürcher.
Bild: myrally.ch

In der Interswiss-Klasse über 3000 fuhr Claudio Oberle aus Walzenhausen im Seat Leon Cup auf Rang zwei. «Ich habe leider noch nicht die richtigen Reifen bekommen. Das Auto schiebt auf der Vorderachse. Mit den richtigen Reifen hätte ich gewinnen können», sagte Oberle nach dem Rennen.

Drei Wüst Motorsport Renault Clio aus der Diepoldsauer Löwen-Garage standen in der Kategorie E1 bis 2500 am Start. Der Jüngste von ihnen, Nico Wüst, erreichte den dritten Platz, sein Vater Reto Wüst fuhr die viertschnellste Zeit und «Rennopa» Josef Wüst fuhr ausser Konkurrenz. Das Team wurde in Frauenfeld speziell geehrt. Nico Wüst war der jüngste, Josef Wüst der älteste Teilnehmer. Aufsehen erregte auch, wie das Team das Wrack nach einem üblen Crash vor Kurzem auf dem Red-Bull-Ring wieder auf die Räder brachte. Dies wurde von allen Seiten hoch gelobt.

Der hellblaue Ford Focus RS wird von Yannic Hofstetter gefahren.
Der hellblaue Ford Focus RS wird von Yannic Hofstetter gefahren.
Bild: myrally.ch

Yannic Hofstetter aus Widnau wurde im schönen, hellblauen Ford Focus RS in der Kategorie L2 über 3000 Dritter und Reto Sieber, ebenfalls aus Widnau, fuhr in der Lotus Cup Suisse V6 Production Class im Lotus Exige Sport 380 auf den dritten Platz. Damit lag er um zwei Ränge vor seinem Bruder Norbert Sieber im Lotus Emira i4. Derweil konnte Daniel Strim nach einem heftigen Ausrutscher im Training nicht starten. Sein schöner Lotus Exige wurde auf der rechten Seite übel kaltverformt. Nachdem er sich lautstark aufgeregt hatte, sagte er kämpferisch: «Der Stift gibt nicht auf. Ich komme wieder, keine Frage.»

Der Lotus Exige Sport 380 von Reto Sieber aus Widnau.
Der Lotus Exige Sport 380 von Reto Sieber aus Widnau.
Bild: myrally.ch

Der junge Thaler Davide Zürcher wurde im Honda Civic in der L4 bis 2000 Dritter. Er zeigte wieder eine grossartige Leistung, die auch der Speaker würdigte. René Leutenegger aus Walzenhausen erreichte im infernalischen Opel Kadett C GT/E in der Kategorie Interswiss 1600 bis 2000 den fünften Rang.

Schon an diesem Wochenende steht die nächste Station des Autoslaloms auf dem Programm: In Cheseaux VD findet ein Doppellauf statt.