Frauen des SVD Diepoldsau siegen zweimal zum Quali-Abschluss | Der Rheintaler

Faustball 16.01.2023

Frauen des SVD Diepoldsau siegen zweimal zum Quali-Abschluss

Mit zwei Siegen beenden die Diepoldsauerinnen die NLA-Qualirunde auf dem zweiten Platz, Tabellenführer Jona gab sich keine Blösse. Am Finalturnier vom 18./19. Februar trifft Diepoldsau im Halbfinal auf  Kreuzlingen.

Von Malik Müller
aktualisiert am 16.01.2023

In der ersten Partie in der heimischen Kirchenfeldhalle bezwangen die Rheininslerinnen souverän in drei Sätzen Kreuzlingen. Gegen Schlusslicht siegte das Team von Trainer Mathias Ziereisen ohne Hauptangreiferin Tanja Bognar mit 3:1.

Im Startsatz gegen Kreuz­lingen stellte das Heimteam die Weichen früh auf Sieg. Beim Stand von 2:2 gelang Diepolds­au eine Dreipunkteserie. Dieser Vorsprung konnte bis zum Satzende sogar auf 11:6 ausgebaut werden.

Die Thurgauerinnen liessen jedoch nicht locker. Sie schlugen vermehrt taktische Angaben auf Bognar, und vor allem Nationalspielerin Rahel Hess düpierte die Diepoldsauer Abwehr immer wieder. Der zweite Satz gestaltete sich bis zum Schluss offen, mit ihrem zweiten Satzball gingen die Diepoldsauerinnen jedoch mit 2:0 in Führung. Im dritten Satz erwischte Kreuzlingen den besseren Start. Doch Diepoldsau drehte einen 2:4-
Rückstand in eine 8:5-Führung. Nun war Kreuzlingen nicht mehr zu einer Reaktion fähig. Die Folge war ein 11:7-Satzerfolg und somit ein verdienter 3:0-Sieg für Diepoldsau. – Trainer Ziereisen sagte seinen Spielerinnen bereits vor der zweiten Begegnung, dass Tanja Bognar nicht eingesetzt wird. Der zweite Platz war nach dem ersten Spiel bereits gesichert und Ziereisen wollte den Angreiferinnen Svenja Wrede und Stefanie Künzler die Möglichkeit geben, mehr Verantwortung zu übernehmen. Zudem rückten Svenja Sutter und Alessia Benz für Mirjam Schlattinger und Sarina Mattle in die Startaufstellung und bildeten zusammen mit Kapitänin Jamie Bucher die neue Abwehrformation.

Das Schlusslicht stellte den SVD vor Probleme

Im Startsatz wurden die Diepoldsauerinnen ihrer Favori­tinnenrolle gerecht. Kirchberg konnte die sicher stehende Abwehr zu wenig unter Druck setzen und im Angriff punktete Diepoldsau konstant. Im zweiten Satz erspielten sich die Rheintalerinnen schnell eine 7:0-Führung. Doch wer dachte, dass die Messe bereits gelesen war, hatte sich getäuscht. Im Angriff schlichen sich viele Fehler und Unkonzentriertheiten ein, wodurch der Gegner zurück in die Partie geholt wurde. Dieser kam beim Stand von 11:12 sogar zu einem Satzball, doch Diepoldsau konterte diesen mit einer Serie von drei Punkten.

Dennoch wirkte der Angriff des Heimteams nun verunsichert, was auch Kirchberg zu spüren schien. Die Bernerinnen kämpften um jeden Ball, und Diepolds­aus Offensive produzierte weiterhin zu viele unerzwungene Fehler. Der Kampfgeist des Schlusslichts zahlte sich aus, es verkürzte dank eines 11:8-Erfolgs auf  1:2 nach Sätzen.

Im vierten Abschnitt entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der sich kein Team absetzen konnte. Die Verlängerung war die logische Folge. Ähnlich wie im zweiten Satz musste Diepoldsau zuerst einen Satzball abwehren, bevor es beim Stand von 13:12 den ersten Matchball verwertete.

Weil Jona nicht mehr stolperte und seine Spiele souverän mit 3:0 gewann, treffen die Die­polds­auerinnen im Halbfinal des Finalevents erneut auf  Kreuzlingen, während Qualisieger Jona gegen Elgg antritt. Das blutjunge Zürcher Team qualifizierte sich dank eines Siegs gegen Kirchberg zum ersten Mal für das Finalturnier, das am 18./19. Februar erneut in Diepoldsau durchgeführt wird.

Diepoldsau: Tanja Bognar, Stefanie Künzler, Jamie Bucher, Sarina Mattle, Svenja Wrede, Mirjam Schlattinger, Alessia Benz, Svenja Sutter.

Frauen, Nationalliga A
Diepoldsau – Kreuzlingen 3:0 (11:6, 11:9, 11:7), Elgg – Kirchberg 3:0, Diepoldsau – Kirchberg 3:1 (11:6, 14:12, 8:11, 14:12), Elgg – Kreuzlingen 1:3, Jona – Hochdorf 3:0, Schlieren – Neuendorf 0:3, Schlieren – Hochdorf 0:3, Jona – Neuendorf 3:0.
Schlussrangliste: 1. Jona 7/14 Punkte, 2. Diepoldsau 7/12, 3. Kreuzlingen 7/8, 4. Elgg 7/8, 5. Neuendorf 7/8, 6. Hochdorf 7/4,
7. Schlieren 7/2, 8. Kirchberg 7/0.