«Wir wussten, Fabio Kobelt kann die 110 Meter Hürden deutlich unter 14,50 s laufen», sagt sein Heimtrainer Markus Baumgartner vom STV Kriessern. Dennoch war die Zeit von 14,25 s vom letzten Sonntag in Frauenfeld eine Überraschung. Die Bedingungen waren ideal, und Fabio Kobelt lief mit Joel Winterberg ein Parallelrennen. Die beiden Athleten zogen einander mit. Der Rheintaler schaffte schliesslich die Limite für die Europameisterschaft (15. bis 18. Juli in Tallinn, Estland) auf den Hundertstel genau. Die Freude beim Athleten und seinem Umfeld ist riesig.Jetzt baut Fabio Kobelt seine Form hinsichtlich der EM nochmals auf. Wirklich von der Europameisterschaft sprechen will der 18-Jährige aber erst, wenn er das Ticket definitiv in der Hand hat. Im Moment bedeuten die 14,25 s die drittschnellste gelaufene Limitenzeit. Drei Athleten dürfen an der EM starten. «Jetzt hoffe ich, dass meine Zeit von keinem anderen Athleten mehr unterboten wird. Denn mit dem Schweizerkreuz auf der Brust an den Start der Europameisterschaft gehen zu können, wäre für mich ein Traum, der in Erfüllung geht», so Fabio Kobelt.Sein Erfolg kommt nicht von ungefähr. Er investierte im Hinblick auf diese Saison zusätzlich. Seit er im letzten Herbst neben den Trainings bei Heimtrainer Markus Baumgartner und unter Manuela Loher und Dominique Ammann-Good (STV Oberriet-Eichenwies) ein zusätzliches Sprinttraining unter Stephan Keller beim LC Brühl absolviert, machte er nochmals technische Fortschritte. Zudem konnte er beim Wintertraining, das im Freien und bei kalten Temperaturen absolviert wurde, erstmals längere Zeit verletzungsfrei arbeiten. Fortschritte zeigte Kobelt zuletzt nicht nur über die Hürden, sondern auch über die 100 Meter, wo er in Frauenfeld in 11,26 Sekunden ebenfalls eine sehr starke Zeit lief.