Regionalfussball 03.11.2022

Ein Wochenende geht’s noch rund im Regionalfussball

Bevor die Vorrunde im Regionalfussball abgeschlossen wird, kämpfen nochmals alle vier Rheintaler Zweitligisten um Punkte. Der FC St. Margrethen empfängt den FC Montlingen – mit umgekehrten Vorzeichen wie vor einem Jahr.

Von Hansueli Steiger
aktualisiert am 07.11.2022
Regionalfussball 03.11.2022

Ein Wochenende geht’s noch rund im Regionalfussball

Bevor die Vorrunde im Regionalfussball abgeschlossen wird, kämpfen nochmals alle vier Rheintaler Zweitligisten um Punkte. Der FC St. Margrethen empfängt den FC Montlingen – mit umgekehrten Vorzeichen wie vor einem Jahr.

Von Hansueli Steiger
aktualisiert am 07.11.2022

Vor einem Jahr hiess die Affiche in der letzten Runde vor der langen Winterpause Montlingen gegen St. Margrethen. Es war ein heisses Duell, das die Gäste 2:1 gewannen, womit sie sich eine sehr gute Ausgangslage für die Rückrunde erarbeiteten. Montlingen hingegen musste in grösster Abstiegsnot in den Winter. In diesem Jahr könnte es umgekehrt sein.

Das Derby auf der Rheinau wird am Samstag um 16 Uhr angepfiffen. Punktezuwachs täte beiden Teams gut – auch Montlingen, das zuletzt gegen Winkeln (1:5) und Abtwil-Engelburg (1:3) verlor. Der Vorsprung auf den Strich beträgt aktuell fünf Punkte, die Koller-Elf liegt einigermassen im Soll. Aber eine Saison wie die letzte, als der Ligaerhalt erst im letzten Spiel geschafft wurde, möchten die Kolbensteiner vermeiden.

Für St. Margrethen hingegen ist ein Sieg zwingend. Die Heldsberger haben schon sieben Punkte Rückstand auf die Nichtabstiegszone. In zehn Spielen holten sie einen Sieg (2:1 gegen Winkeln), ein Remis (2:2 gegen Mels) und acht Niederlagen. Offensiv und defensiv ist St. Margrethen Schlusslicht; in zehn Partien erzielte das Team von Besart Shoshi und Kreshnik Kica nur neun Tore und kassierte 31. Aber jedes Spiel beginnt bei 0:0, und vielleicht ist gerade im Derby eine Überraschung fällig. Bei Montlingen fehlt Captain Manuel Bont, der gegen Abtwil-Engelburg in der Schlussphase zum zweiten Mal verwarnt wurde.

Altstätten zu Gast beim starken Co-Leader Abtwil

Der FC Altstätten gastiert am Samstag, 17 Uhr, als Vierter auf der Spiserwis bei Co-Leader Abtwil. Die Gaiserwälder gehören für viele zu den engsten Aufstiegsfavoriten. Und so haben sie bislang meistens gespielt. Im ersten Spiel verloren die Blau-Roten gegen Winkeln 0:1, gingen danach aber sechsmal mit Punkten vom Platz, bevor sie in Mels eher überraschend 2:4 verloren. Am letzten Sonntag beim 3:1 auf dem Kolbenstein hatte Montlingen Abtwils Pressing anfangs nichts entgegenzusetzen und lag nach 20 Minuten bereits 0:3 im Rückstand.

Bei Abtwil-Engelburg haben sich bislang zehn Spieler 27 erzielte Tore aufgeteilt, bei Altstätten trafen Adis Hujdur und Sahin Irisme gemeinsam bereits 15-mal. Altstätten hat von den letzten Spielen nur eines gewonnen. Es war aber hie und da auch Pech dabei. Beim 0:0 gegen Uzwil II vergab die Brunner-Elf einige Chancen, in Montlingen hätte es nach 0:4-Rückstand fast noch zu einem Punkt gereicht. Und gegen Winkeln kassierte die Städtli-Elf den Ausgleich in der zweitletzten Minute.

Au-Berneck gegen Mels vor einer heiklen Aufgabe

Der FC Au-Berneck 05 bestreitet zum Vorrundenabschluss ein Heimspiel auf der Degern. Gegner ist das in dieser Saison stets unberechenbare Team aus Mels. Die Sarganserländer sind zurzeit so etwas wie die Wundertüte der Liga. Gegen das in dieser Saison so starke Abtwil gewannen sie überraschend mit 4:2, dafür liessen sie im darauffolgenden Spiel beim 2:2 in St. Margrethen ebenso überraschend zwei Zähler liegen. Auch das Heimspiel gegen den abstiegsbedrohten Zweitletzten, Herisau, ging verloren (2:3). Gegen Leader Vaduz II blieb Mels am letzten Sonntag beim 0:2 ohne Punkt. Das 0:1 für die Liechtensteiner hatte übrigens der beim FC Widnau ausgebildete Endrit Leka nach rund einer Spielstunde erzielt. Mels’ letzte sechs Spiele hatten zudem eine Regelmässigkeit: Einem Sieg folgte ein Unentschieden und dann eine Niederlage.

Würden Statistiken nicht lügen, müsste Mels am Samstag gewinnen. Doch Au-Berneck hat natürlich etwas dagegen. Die Degern-Truppe liegt zurzeit mit elf Punkten auf  Rang neun. Um nicht das Abstiegsgespenst über die Winterpause im Nacken zu spüren, sind die Auer auf einen Sieg angewiesen. In den letzten vier Spielen holten sie aber nur zwei Punkte. Gegen Leader Vaduz II (0:2) geriet Au-Berneck früh in Rückstand, beim 2:2 in Herisau gelang der Ausgleich in der 90. Minute und in Flawil gab es immerhin ein 1:1. Gegen Ems ging die Hafner-/Jung-Mannschaft zweimal in Führung, verlor aber letztlich noch 2:3. Spielbeginn dieser interessanten Begegnung ist um 17 Uhr.