Die RS Kriessern holt den ersten Sieg im Premium-League-Final gegen die Willisau Lions | Der Rheintaler

Ringen 03.12.2023

Die RS Kriessern holt den ersten Sieg im Premium-League-Final gegen die Willisau Lions

Vor 1500 Zuschauerinnen und Zuschauern in der Widnauer «RSK-Arena» setzt sich die 
RS Kriessern gegen die RC Willisau Lions mit 17:16 (13:5) durch.

Von Patrick Dietsche
aktualisiert am 03.12.2023

Die entfesselten Rheintaler schlagen den Favoriten und ­Titelverteidiger aus Willisau mit 17:16.

Am Schluss regierte die Taktik die Begegnung, in der die Kriessner vorlegten; zum Start gaben die Rheintaler den Ton an und holten sich den entscheidenden Vorsprung. In der Arena wurde es schnell laut.

Damian Dietsche: Verloren und trotzdem erfolgreich

Schon der erste Kampf riss das Publikum mit. Sandro Hungerbühler bewies, welch grosse Fortschritte er in diesem Jahr gemacht hat. Ging das Duell gegen Timon Zeder vor Jahresfrist noch mit 0:9 an den Gegner, so holte sich Hungerbühler den Kampf bis 57 kg Greco diesmal mit 2:1. Ramon Betschart zeigte einmal mehr, dass er sich auch vor schweren Brocken nicht verstecken muss. Bis 130 kg Greco musste er Delian Alishahi zwar die erste Hälfte mit 0:3 abgeben, doch im zweiten Umgang holte sich der Kriessner gegen den 
30 Kilo schwereren Gegner dank viel Kampfgeist die nötigen Punkte zum 3:3 und damit zum 2:1-Punktesieg.

Und es kam noch besser: Dimitar Sandov hatte mit Marc Kaufmann bis 61 kg keine Mühle. Er holte sich noch im ersten Umgang die notwendigen Punkte zum 15:0-Überlegenheitssieg. Danach setzte es zwar die erste Kriessner Niederlage ab, doch sie fühlte sich nicht als solche an: Damian Dietsche musste zu Beginn bis 96 kg Freistil gegen Samuel Scherrer zwar unten durch, doch dann gelang ihm zum einen eine Wertung und zum anderen verhinderte er dank besserer Kondition beim 1:11 ein vorzeitiges Ende. Zum Abschluss des ersten Umgangs wurde es nochmals richtig laut in der Halle. Dominik Laritz holte sich bis 65 kg Freistil gegen Florian Bissig nach anfänglichem Abtasten Punkt um Punkt zum vorzeitigen 15:0-Überlegenheitssieg.

Kriessern rettet Vorsprung mit Taktik über die Zeit

Fabio Dietsche reihte sich danach ebenfalls in die Reihe der siegreichen Kriessner ein. Er hatte bis 86 kg Greco zwar gegen den äusserst defensiv agierenden Daniel Häfliger zu beissen, doch letztlich holte er sich einen verdienten und überzeugenden 10:0-Sieg. Einen ganz starken Kampf lieferte bis 70 kg Greco Leihringer Fritz Reber. Gegen den neuen Stern am Schweizer Greco-Himmel, Michael Portmann, musste er sich erst ganz zum Schluss den entscheidenden Punkt zum 3:4 abnehmen lassen. Davor brachte er den Favoriten mehr in Bedrängnis, als diesem lieb war. Keine Chance hatte bis 80 kg Freistil Tobias Betschart – Mansur Mavlaev wurde seiner Favoritenrolle gerecht und holte sich den 13. Sieg im 13. Kampf – und dies vorzeitig mit 15:0.

Nun blieben noch die beiden letzten Kämpfe bis 75 kg, und beim Stand von 17:11 für Kriessern war die Mission von Marc Dietsche und David Loher klar. Sie mussten gegen die beiden Topleute Tobias Portmann und Jonas Bossert verhindern, mehr als fünf Punkte abzugeben. Beide gingen keine Risiken ein und lösten ihre Aufgaben souverän. Das war zwar nicht sehr spek­takulär, aber erfolgreich. Marc Dietsche verlor gegen Portmann mit 0:4 und Loher musste sich gegen Bossert mit 0:6 geschlagen geben, doch das reichte, um den 17:16-Sieg ins Trockene zu bringen

Premium League, Final, 
1. Kampf (Best-of-3)
Kriessern – Willisau 17:16 (13:5)
RSK-Arena – 1500 Fans – KR: Jean-Claude Zimmermann.
57 kg Freistil: Sandro Hungerbühler – Timon Zeder 2:1 (2:1). 61 kg Greco: Dimitar Sandov – Marc Kaufmann 15:0 (4:0). 65 F: Dominik Laritz – Florian Bissig 15:0 (4:0). 70 G: Fritz Reber – Michael Portmann 3:4 (1:2). 75 F: Marc Dietsche – Tobias Portmann 0:4 (0:2). 75 G: David Loher – Jonas Bossert 0:6 (0:3). 80 F: Tobias Betschart – Mansur Mavlaev 0:15 (0:4). 80 G: Fabio Dietsche – Daniel Häfliger 10:0 (3:0). 97 F: Damian Dietsche – Samuel Scherrer 1:11 (1:3). 130 G: Ramon Betschart – Delian Alishahi 3:3 (2:1).