Der Witzwanderweg ist zur Durststrecke geworden | Der Rheintaler

25.06.2020

Der Witzwanderweg ist zur Durststrecke geworden

Vermehrt wird wieder gewandert – vor allem das Appenzellerland erweist sich als beliebtes Ziel. Zu den Rennern gehört der Witzwanderweg, der am letzten Sonntag allerdings zu einer Durststrecke geworden ist.

Von Peter Eggenberger
aktualisiert am 03.11.2022
«Zwischen Heiden und Walzenhausen bot sich nicht eine Möglichkeit zum Einkehren, schade», bedauerte eine Wandergruppe aus dem Aargau. Der 1993 eröffnete Witzwanderweg, der zum grössten Teil auf dem Gemeindegebiet Wolfhaldens verläuft, erfreut sich ungebrochener Beliebtheit. An Sonntagen sind jedoch der «Hecht» und der «Adler» geschlossen, und in der «Harmonie» im Sonder ist tagsüber auch keine Einkehr möglich. Verschwunden ist zudem die früher gut besuchte Besenbeiz «Zur Schitterbiig» von Hilda Wirth im Högli.Der grösste, direkt am Weg gelegene Gastbetrieb mit Übernachtungsmöglichkeiten ist die «Krone» im Zentrum Wolfhaldens, in dessen Gartenbeiz die Wanderer gern eine Pause einlegten. Das der Gemeinde gehörende Haus ist seit dem Wegzug der Pächterfamilie geschlossen. Die Wiedereröffnung erfolgt erst, wenn die Erneuerungsarbeiten abgeschlossen sind.Einkehr neben dem Weg oder per SelbstbedienungEinkehrmöglichkeiten gibt es auch nur unterhalb des Weges, und zwar in der «Eintracht» und im «Ochsen». Erfahrungsgemäss aber weichen Wanderer nicht gern von der Route ab, zumal viele rechtzeitig die Bahnhöfe in Walzenhausen oder Heiden erreichen möchten.Mittlerweile gibt es direkt am Weg zwei Verpflegungs- und Getränkeposten mit Selbstbedienung: Einer haben die Familien Bischof und Eisenhut vom Rütihof, Rheineck, bei der ehemaligen Käserei im Luchten eingerichtet. Der andere befindet sich bei der Bäckerei Hecht im Ortskern von Wolfhalden, wo zudem eine Kühltruhe mit hausgemachtem Glacé zu einer Pause einlädt.