Eishockey 22.11.2022

Der SC Rheintal verteidigt diesmal eine Vier-Tore-Führung

Drei Tage nach dem Tiefschlag gegen Herisau rappelte sich der SC Rheintal beim 5:1-Sieg gegen die Pikes Oberthurgau auf.

Von Sepp Schmitter, Yves Solenthaler
aktualisiert am 22.11.2022
Eishockey 22.11.2022

Der SC Rheintal verteidigt diesmal eine Vier-Tore-Führung

Drei Tage nach dem Tiefschlag gegen Herisau rappelte sich der SC Rheintal beim 5:1-Sieg gegen die Pikes Oberthurgau auf.

Von Sepp Schmitter, Yves Solenthaler
aktualisiert am 22.11.2022

Gegen einen Kontrahenten, der sich aufs Verteidigen konzentrierte, tat sich der SC Rheintal lange Zeit schwer. Die Moser-Equipe hatte Puckkontrolle und kam relativ leicht ins gegnerische Drittel. Dort fehlte es aber an Entschlossenheit und auch Ideen, um den Romanshorner Beton zu knacken.

Das SCR-Powerplay funktionierte indes; im ersten Überzahlspiel gingen die Gastgeber durch Lukas Stoop in Führung (8. Minute). Das zweite Powerplay brachte Chancen, aber keinen Ertrag – im Gegenteil: Kurz nach Ablauf der Strafe konnte Nico Maier in der eigenen Zone losziehen. Als er vor Vincent Sauters Gehäuse auftauchte, hatte er immer noch freie Schussbahn. Dafür bedankte sich der Pikes-Stürmer mit dem Ausgleichstreffer. Vor Drittelsende vergaben Anel Rozahac und Stoop gute Chancen, um den SCR wieder in Führung zu bringen.

Kurz nach Wiederbeginn war es aber Pascal Obrist, der zum 2:1 für die Luchse traf. Danach rannten die Rheintaler weiterhin ohne weiteren zählbaren Erfolg an. Das änderte sich vier Minuten vor Drittelsende: Dem SCR gelang ein Doppelschlag innert neun Sekunden, die Torschützen waren Markus Waidacher und Yanick Bodemann.

Beunruhigenden Vorsprung diesmal ins Ziel gebracht

Es war zu spüren: Diese Doublette war der Brustlöser, sie gab den Rheintaler Spielern Selbstvertrauen, der SC Rheintal trat nun wieder so befreit auf wie vor den letzten zwei Spielen, der «Mini-Krise».

Zu Beginn des Schlussdrittels erhöhte Bodemann nach wunderschöner Kombination mit Noel Vetter zum 5:1. Bis am Samstag hätten wir geschrieben. Das war die Entscheidung. Aber im Spiel gegen Herisau lernten wir, dass ein Vier-Tore-Vorsprung für den SC Rheintal ein brandgefährliches Resultat ist.

Die Rheintaler Spieler wiederholten aber den Fehler nicht, der ihnen im letzten Spiel drei Punkte gekostet hatte. Sie attackierten weiter gegen einen limitierten Gegner, der sich nun komplett hinten einigelte. Die Oberthurgauer Hechte veranstalteten zwar hie und da ein Schwimmfest, sie konnten die Rheintaler aber daran hindern, weitere Tore zu schiessen.

Diese konnten es verschmerzen. Wichtig waren für sie die drei Punkte nach zuletzt zwei Niederlagen.

1. Liga, Gruppe Ost
Rheintal – Pikes 5:1 (1:1, 3:0, 1:0)
KEB Aegeten – 390 Fans – SR: Iseli (Halberstadt, Dittli).
Tore: 8. Stoop (Pilgram, Bartholet) 1:0, 17. Maier 1:1; 21.  Obrist (L. Waidacher, Bodemann) 2:1, 36. M. Waidacher (L. Waidacher, Fritz) 3:1, 36. Bodemann (L. Waidacher, Obrist) 4:1; 44. Bartholet (Vetter) 5:1.
Strafen: Rheintal 2×2, Pikes 5×2 + 1 x 5 Minuten.
Rheintal: Sauter (41. Metzler); Hagen, Binder; Pilgram, Berweger; Thurnherr, M. Waidacher; Bodemann, Obrist, L. Waidacher; Bartholet, Stoop, Vetter; Adam, Fritz, Rozajac; Ritzmann.