Eishockey 31.01.2026

Der SC Rheintal hält mit dem Leader mit, verliert aber doch

Für den SC Rheintal wird es im letzten Spiel in Burgdorf noch um einiges gehen: Er unterlag am Samstag dem EC Wil mit 1:3 und kämpft nun um die bestmögliche Position im Playoff. Die Rheintaler vergaben gegen den Leader zu viele Chancen.

Von rez
aktualisiert am 31.01.2026

Der SC Rheintal empfing am Samstag den EC Wil. Diesem waren die Luchse letzte Saison im Playofff-Final unterlegen – und er dominiert die 1. Liga auch in dieser Spielzeit. In der aktuellen Masterround gab es für die Wiler gegen Bellinzona zwar eine Niederlage, zuletzt aber auch einen 10:3-Sieg gegen Burgdorf. Unangefochten stehen die Äbtestädter an der Tabellenspitze, was die Frage aufwirft, weshalb sie nie den Aufstieg in die MyHockey-League anstreben. Das zeigte sich auch am Samstagabend.

Die ungewohnte Anspielzeit von 20 Uhr führte dazu, dass der SCR schon vor dem Spiel wusste, wie seine Konkurrenten spielten. Und die Kunde von den anderen Rinks war nicht gut: Burgdorf schloss mit einem 4:0-Sieg in Bellinzona punktemässig zum SCR auf und Prättigau-Herrschaft überholte die Rheintaler dank eines 3:2-Sieges nach Verlängerung gegen die Argovia Stars.

Der SCR vergibt viel zu viele Chancen

Das Spiel begann mit den Wilern in der Vorwärtsbewegung. Doch das dauerte nicht lange, es entwickelte sich ein über weite Strecken ausgeglichenes Spiel. In diesem war mehr Hektik als in den letzten beiden Partien zu sehen, obwohl es vorerst nicht viele Strafen gab. In der zwölften Minute brachte Andrin Epprecht die Gäste in Führung, er traf mit einem ansatzlosen Schuss. Gegen Ende des Drittels konnten die Rheintaler dann in Überzahl agieren und installierten sich im Wiler Drittel, doch weder zweimal Mica Moosmann noch Mathias Hagen brachten die Scheibe im Tor unter.

Der erste Pausenstand von 0:1 war ein schlechter Lohn für die bemühten Rheintaler. Sie waren dem Leader nicht unterlegen, vergaben aber zu viele Möglichkeiten – auch nochmal Hagen und Silvan Good hatten gute Chancen. So ging es im zweiten Drittel weiter, in dem die Rheintaler tendenziell mehr von der Partie hatten als die etwas zu verspielt wirkenden Tabellenführer. In der 35. Minute, während beide Teams einen Spieler in der Kühlbox hatten, gelang das 1:1. Moosmann traf auf Assists von Yanick Bodemann und Hagen. Dabei blieb es, obwohl der SCR noch mehr Chancen hatte.

Die Entscheidung fällt in einer Rheintaler Überzahl

Es war spürbar: Die Rheintaler wollten die Partie für sich entscheiden, um am Mittwoch das letzte Masterround-Spiel mit weniger Druck in Angriff nehmen zu können. Doch die Wiler spielten bei diesem Plan nicht mit. Es war schon zuvor der Eindruck entstanden, dass sie jederzeit einen Gang höher hätten schalten können – und im letzten Drittel bewahrheitete sich dies.

Als Wils Joel Sigg wegen eines hässlichen Checks eine Fünf-Minuten-Strafe nahm, drehten die Gäste auf. Das lange Powerplay verlief für den SCR erfolglos. Und nicht nur das: Die Wiler erzielten kurz vor Ablauf der Strafe in Unterzahl das 2:1. Die Rheintaler gaben nicht auf und kamen durch Markus Waidacher und zweimal Jordan Pfennich zu sehr guten Chancen auf den Ausgleich – dieser fiel aber nicht, weil Wils Torhüter, der später zum besten Spieler der Gäste gewählt wurde, bravourös parierte. In der letzten Minute fiel dann noch das 1:3 ins leere Tor.

Am Mittwoch, 4. Februar, steht für die Luchse eine lange Auswärtsfahrt auf dem Programm: Rund 220 Kilometer weit ist die Reise nach Burgdorf. Mit dem Gastspiel bei den Rittern geht die Masterround zu Ende, es wird also bekannt, auf welchem Rang die Rheintaler diese abschliessen. Noch sind die Plätze zwei, drei und vier möglich. Weiter geht’s danach ab Dienstag, 10. Februar, mit dem Playoff-Viertelfinal, in dem der SCR Heimrecht hat.

1. Liga Ost, Masterround
Rheintal – Wil 1:3 (0:1, 1:0, 0:2)
KEB Aegeten – 363 Zuschauer – SR: Blum; Schreiber, Maurer.
Tore:
12. Epprecht (Hug, Sluka) 0:1, 35. Moosmann (Bodemann, Hagen) 1:1, 50. Giannone 1:2, 60. Moser (Sluka) 1:3.
Strafen: Rheintal 3x2, Wil 3x2, 1x5, 1x20+Spieldauer.
Rheintal: Metzler (Sauter); Binder, Wiederkehr, Pfennich, Good, Stutz; Hagen, Pilgram, Waidacher, Bodemann, Moosmann; Thurnherr, Egger, Wiedner, Bartholet, Stoop; Manser, Baur, Bernard, Monnat, Zerlauth.

Weitere Ergebnisse: Bellinzona – Burgdorf 0:4, Prättigau-H. – Argovia 3:2 n.V.
Rangliste (alle 26 Spiele): 1. Wil 62, 2. Prättigau-H. 46, 3. Rheintal 45, 4. Burgdorf 45, 5.

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