Berneck | St.Gallen 11.11.2022

Am Ende fand die Zeitung aufs Papier: Besuch in der Druckerei

Sie ist laut, hoch wie ein Haus und kostet 30 Millionen Franken: Die Maschine, die unter anderem den "Rheintaler" zu Papier bringt, hat bei 40 Leserinnen und Leser unserer Zeitung anlässlich eines Besuchs in der Druckerei Eindruck hinterlassen.

Von Andreas Rüdisüli
aktualisiert am 12.11.2022
Berneck | St.Gallen 11.11.2022

Am Ende fand die Zeitung aufs Papier: Besuch in der Druckerei

Sie ist laut, hoch wie ein Haus und kostet 30 Millionen Franken: Die Maschine, die unter anderem den "Rheintaler" zu Papier bringt, hat bei 40 Leserinnen und Leser unserer Zeitung anlässlich eines Besuchs in der Druckerei Eindruck hinterlassen.

Von Andreas Rüdisüli
aktualisiert am 12.11.2022

Es war ein Abend der beeindruckenden Zahlen. Etwa diese: 100 Millionen Franken mussten investiert werden, damit die Druckerei im Westen der Stadt St.Gallen vor über 20 Jahren in Betrieb gehen konnte. Allein die riesige Maschine, die unter anderem den "Rheintaler" und die "Rheintalische Volkszeitung" druckt, kostete 30 Millionen Franken.

Das und viel mehr erfuhren am Donnerstagabend 40 Abonnentinnen und Abonnenten unserer Zeitungen bei ihrem Besuch in der CH-Media-Druckerei ganz in der Nähe des Stadions des FC St.Gallen.

Coop, Migros und die Tageszeitungen

Im fast komplett ausgelasteten Betrieb werden neben mehreren Ostschweizer Tageszeitungen auch jede Woche die Magazine von Coop und Migros gedruckt; deren Auflage von je 500'000 Exemplaren beeindruckte die Gäste aus dem Rheintal genauso wie die unzähligen Tonnen Papier, die jeden Tag verarbeitet werden. Dass das gigantische Lager innert dreier Tage leer wäre, träfe nicht regelmässig per Güterzug Nachschub ein, konnte man sich nur schwer vorstellen.

Viele Meter hoch türmen sich die Rollen, jede von ihnen fasst 16 Kilometer Papier.

Donnernder Lärm empfängt einem, sobald man die Halle betritt, in der die Druckmaschine steht. Sie besteht aus unzähligen Elementen, die ein Ungetüm bilden so hoch wie ein mehrstöckiges Haus. Immer wieder gelingt ein Blick auf die Papierbahnen, die in Achterbahngeschwindigkeit zwischen dem Moloch herumsausen und dabei Farbe und Druckerschwärze aufnehmen.

Nach dem Druck werden die Zeitungen für den Versand vorbereitet. An Rollen hängend flitzen sie durch eine überdimensionierte Turnhalle ihrer Bestimmung, dem Gelesenwerden, entgegen. 

Am Donnerstagabend ab 19 Uhr wurden innerhalb einer Stunde rund 38'000 Exemplare des "Rheintaler Weekend" gedruckt. Sie wurden am Freitag als Grossauflage in alle Haushaltungen verteilt.

Urgewalt und Raffinesse

Nach der Führung beantwortete Urban Auer, der jahrzehntelange Druckerfahrung hat, die zahlreichen Fragen der Gäste aus dem  Rheintal. Die meisten, so schien es, waren beeindruckt von der Raffinesse und der Urgewalt, die das Drucken der Zeitung, die sie täglich lesen, erfordert.