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Balgach

Sanja und Marin führen eine Fernbeziehung.
Sanja und Marin führen eine Fernbeziehung.

Zwischen diesem Paar liegen 8 Stunden Busfahrt

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#ivingfact: Sanja und ihr Freund Marin führen eine Fernbeziehung. Er wohnt in Verona, sie in Balgach. Über Zukunftspläne und Vor- und Nachteile in der Beziehung spricht Sanja im Interview.

Name: Sanja Alter: 19 Wohnort: Balgach Beruf: Studentin FMS Pädagogik

Wie lange sind du und dein Freund schon ein Paar?
Marin und ich sind nun seit 1.5 Jahren zusammen.

Wo habt ihr euch kennengelernt?
Am Konzert von Rapper RAF Camora in Zürich. Danach haben wir gechattet und sind uns auf diese Weise nähergekommen.

Wo wohnt dein Freund?
Ursprünglich kommt er aus Zürich, wohnt aber seit letztem August in Verona, Italien, da er dort einen Vertrag als Profi-Fussballer beim Verein Chievo Verona unterschrieben hat. Er spielt zwar erst ab diesem Jahr dort, doch der Verein wollte, dass er schon früher nach Verona zieht.

Wie lange dauert der Weg von Tür zu Tür?
Etwa acht Stunden. Meistens fahre ich mit dem Zug nach Zürich und dann weiter mit dem Flixbus. Manchmal fahren wir auch mit dem Auto, das kommt aber eher selten vor.

Wie oft seht ihr euch?
Es hängt von meinem Stunden- und seinem Trainings- und Spielplan ab. Manchmal sehen wir uns jedes Wochenende und dann gibt es wiederum Zeiten, in denen wir uns drei Wochen nicht sehen.

Ihr verbringt oft das ganze Wochenende gemeinsam. Kommt euer Umfeld manchmal zu kurz?
Nein. Wenn er in die Schweiz kommt, besuchen wir gemeinsam seine Familie in Zürich und verbringen den ganzen Tag mit ihnen. Wenn ich bereits Pläne mit meinen Freunden abgemacht habe, unternimmt er etwas mit seinen Freunden.  Es benötigt immer eine gute Absprache und Planung, damit niemand zu kurz kommt.

Ist es euer Wunsch, künftig zusammenzuziehen?
Ja, sobald ich meine Ausbildung abgeschlossen habe. Wohin es uns ziehen könnte, ist noch unklar, da es darauf ankommt, in welchem Fussballclub Marin dann spielt. Es kann sein, dass wir weder in Italien noch in der Schweiz leben werden, sondern in einem anderen Land. Mein Plan war es, nach der Fachmatura für ein paar Monate zu Marin nach Italien zu ziehen und dort zu arbeiten. Diesen Plan werde ich, trotz Corona Virus, weiterverfolgen.

Was ist das schwierigste an der Liebe auf Distanz?
Die Zeit ist das grösste Problem. Wenn wir uns sehen, wollen wir jede Minute miteinander verbringen. Das benötigt eine genaue Planung. Ausserdem bin ich oft am Handy, um mit ihm in Kontakt zu sein. Wenn jemandem von uns etwas passieren würde, wäre es nicht möglich, sofort vor Ort zu sein. Das zählt auch zu den Nachteilen.

Was empfindest du positiv an einer Fernbeziehung?
Da wir uns nicht jede Woche sehen, schätze ich die Zeit mit Marin umso mehr und freue mich immer riesig, ihn wieder zu sehen.

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