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Widnau (im Bild Michael Alder) geht am Sonntag wieder in der Meisterschaft auf Punktejagd. Es wartet ein Heimspiel gegen Spitzenreiter Uzwil.
Widnau (im Bild Michael Alder) geht am Sonntag wieder in der Meisterschaft auf Punktejagd. Es wartet ein Heimspiel gegen Spitzenreiter Uzwil. (Bild: Remo Zollinger)

Zum Re-Start gegen den unbesiegten Leader

Günther Böhler Kommentare

Am Sonntagnachmittag, 14 Uhr, ist der FC Uzwil auf der Widnauer Sportanlage Aegeten zu Gast. Mit einem Sieg ist der FC Widnau im Aufstiegsrennen plötzlich voll dabei.

Nach sechseinhalb Monaten coronabedingtem Unterbruch, in dem die Vorbereitung nur sehr eingeschränkt möglich war, geht es für die Widnauer in der 2. Liga interregional weiter. Und zum Re-Start der Meisterschaft, in der bekanntlich die Endabrechnung nach der zwölften Runde zählt – Ende Monat stehen somit der «Covid-Meister» und die Absteiger fest –  empfangen die Lüchinger-Schützlinge die nach neun Runden noch unbesiegten Akteure aus Uzwil. Diese sind nicht nur unbesiegt, sie gingen auch nach allen vier bisherigen Auswärtspartien als Sieger vom Platz.

Diese Serie wollen die heimischen Blau-Weissen am Sonntag beenden und mit einem vollen Erfolg den Rückstand auf den Spitzenreiter auf zwei Punkte reduzieren. In Anbetracht der dann noch ausstehenden Spiele, die Tabellennachzügler Weesen und Bazenheid sind die Gegner, wäre noch alles möglich.

Trainerduo: «Wie eine Lotterie»

So sieht das auch das Trainerduo des Rheintaler Spitzenteams, Andreas und Daniel Lüchinger. «Fakt ist, dass wir wie auch der Gegner nicht nach drei Testspielen auf normales Wettkampfniveau kommen werden. Daher sind diese restlichen Spiele eigentlich wie eine Lotterie. Gewinnen wir, können wir nochmals an die Tabellenspitze heranschnuppern. Verlieren wir, haben wir noch zwei gute Testspiele für den Sommer zu spielen. In denen können wir dann noch einiges testen.»

Apropos Tests. Diese fielen mit einem 5:0-Sieg beim FC Montlingen, einem 3:0 gegen Altstätten und einem 2:1 gegen den Erstligisten Balzers vielversprechend aus. «Besonders gegen die Liechtensteiner haben wir einige gute Sachen gesehen, die wir gegen Uzwil umsetzen möchten», so der Trainer.

Uzwil ist gar kein Lieblingsgegner

Die Uzwiler fallen beim FC Widnau allerdings nicht in die Kategorie «Lieblingsgegner». Die Bilanz der direkten Duelle in den letzten Jahren fällt mit nur einem Sieg und sechs Niederlagen bei 9:19 deutlich für die Gästemannschaft aus. Sie hat auch das letzte Aufeinandertreffen in der abgebrochenen Saison 2019/20 für sich entschieden. Nach einer frühen Führung wähnten sich die Widnauer auf der heimischen Aegeten lange als Sieger, doch der FC Uzwil drehte mit zwei Treffern in den letzten zehn Minuten die Partie zu seinen Gunsten.

Doch das ist alles Geschichte. Was zählt, ist nun das sonntägliche Duell. Bei diesem muss die Lüchinger-Truppe jedoch auf wichtige Offensivakteure verzichten. Sowohl Daniel Lässer wie auch Ceyhun Tüccar müssen eine Sperre absitzen und Daniele Lamorte ist verletzt. Zudem steht Torhüter Dominic Huber (Militär) nicht zur Verfügung – und weil sich Ersatzkeeper Murat Karabulut am Samstag am Knie verletzt hat, wird doch Julian Schatzmann – er verlässt Widnau im Sommer aus beruflichen Gründen – im Gehäuse stehen.

Zwei kuriose Abgänge beim FCW

Neue Gesichter wird es keine zu sehen geben. Winterzugang Sandro Daradan von der zweiten Garnitur der Lustenauer Austria hat den Widnauern schon wieder den Rücken gekehrt.

Kurios war auch der Abschied von Ersatztorhüter Alessio Demarchi, der laut Co-Trainer Daniel Lüchinger den Verein einen Tag vor Transferende verlassen hat. Der Grund: keine Lust mehr! Aber das ist in Pandemiezeiten eine ganz andere Geschichte.

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