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Von links: Stefan Schneider, Fashion Outlet, Maria Kägi, Inhaberin von "go poschta", Daniel Weber, Fashion Outlet, und Christian Sepin, Gemeindepräsident von Au.
Von links: Stefan Schneider, Fashion Outlet, Maria Kägi, Inhaberin von "go poschta", Daniel Weber, Fashion Outlet, und Christian Sepin, Gemeindepräsident von Au. (Kurt Latzer)

Wieder im Dorf "go poschta"

Kurt Latzer Kommentare

Maria Kägi, Inhaberin des Widnauer Geschäftes «go poschta» beabsichtigt, im Frühjahr einen Dorfladen in Au zu eröffnen. Dort, wo seit zehn Jahren Fashion Outlet seine Waren anbietet, soll das neue Geschäft entstehen.

«Fast kein Tag, an dem ich nicht wegen eines neuen Ladens im Auer Zentrum angesprochen worden wäre», sagte Christian Sepin, Gemeindepräsident von Au, gestern bei der Präsentation des geplanten Dorfladens. Er freue sich mit der Bevölkerung, die mit der Schliessung der Denner-Filiale den letzten Lebensmittelladen im Dorf verloren hat. «‹go poschta›, das Erfolgsmodell in Widnau, ist mir relativ schnell in den Sinn gekommen, nachdem die Schliessung des Denners bekannt wurde», sagte Sepin. Umso glücklicher sei er nun, dass sich mit Maria Kägi eine Möglichkeit biete.

Die Auerin mit Widnauer Wurzeln hat sich den Entscheid nicht leicht gemacht. Konkreter geworden sei ihr zweites «go poschta» vergangenen September. «Weil viele Leute mich und mein Geschäft in Widnau kennen, ist es mir ähnlich ergangen wie Christian Sepin», sagt Maria Kägi. Auch sie sei nach dem Aus der Denner-Filiale oft angesprochen worden, in Au einen Laden zu ­eröffnen. «Ein Geschäft zu eröffnen ist das eine. Einen geeigneten Standort im Dorf zu finden das andere», sagte die Detaillistin. Überraschend habe sich dann das mit Fashion Outlet ergeben. «Ich war überwältigt, wie Stefan Schneider und Daniel Weber, die heutigen Betreiber von Fashion Outlet, Hand geboten haben», sagt Maria Kägi. Der Fashion Outlet-Laden in Au wird geschlossen.

Ändern will die Unternehmerin vom Konzept her nichts. Vorgesehen ist, den neuen Dorfladen sieben Tage in der Woche geöffnet zu halten, von 6 bis 21 Uhr (Sonn- und Feiertage 7 bis 21 Uhr). Einzig mit dem Umfang des Sortiments vermag sie in Au mit dem «Widnauer Erfolgsmodell» nicht ganz mitzuhalten. «Mit etwa 100 Quadratmetern Verkaufsfläche steht uns in Au schon weniger Platz zur Verfügung», sagt Maria Kägi. Trotzdem will sie das Wichtigste für den täglichen Bedarf anbieten, Gemüse, Früchte, Käse und etwas an Fleisch- und Wurstwaren. «Bei uns kauft man das, was noch fehlt, wir verstehen uns unter dem, was sich die Leute und wir unter einem Dorfladen vorstellen», sagte die innovative Geschäftsfrau.

Wann genau man in Au «go poschta» gehen kann, steht noch nicht fest, noch ist einiges in der Schwebe. Maria Kägi und Christian Sepin hoffen auf eine Eröffnung im Frühling. 
«Dauernd bin ich nach einem Lebensmittelladen gefragt worden. Hoffentlich nutzen Auerinnen und Auer das neue Angebot. Nur wenn man die Geschäfte besucht, sichert man deren Existenz», sagte der Auer Gemeindepräsident.