rheintaler.ch

Regionalsport

Widnau belohnte sich für ein gutes Spiel nicht genug.
Widnau belohnte sich für ein gutes Spiel nicht genug. (Bild: pd)

Widnau spielt remis, Au-Berneck verliert

Ah/bf Kommentare

Die Widnauer Zweitliga-Frauen spielten bei FC Thusis-Cazis 0:0. Eine bittere Niederlage musste Au-Berneck einstecken: 3:4 in Ems.

Ein Team mit zwölf Punkten aus fünf Spielen empfing eines mit 13 aus sechs Spielen. Das Spitzenduell zwischen dem heimischen Dritten und dem Rheintaler Zweiten war ausgeglichen. Chancen hatten beide, nutzen konnten sie diese jedoch nicht. Das Resultat war ein torloses Unentschieden. Tabellenführer Triesen konnte davon aber nur bedingt profitieren: Die Liechtensteinerinnen spielten gegen Ebnat-Kappel (7.) nur 2:2 und sind so weiterhin zwei Punkte vor Widnau.

Widnau-Trainer Pascal Roth hatte die Aufgabe, die Mannschaft für die Aufgabe im Bündnerland zu motivieren. In solchen Spielen punktet tendenziell die Mannschaft mit der besseren mentalen Einstellung und dem grösseren Siegeswillen. Doch in den ersten Minuten war Widnau eher passiv – immerhin gelang es, die Passwege der Bündnerinnen gekonnt zuzustellen. Aber schon bald kamen die ersten Widnauer Angriffe, die Rheintalerinnen spielten sich Chancen heraus. Nadja Berweger und Eva Dietsche, die zentral spielenden Alida Haltiner und Erika Gschwend sowie Flügelspielerin Ayla Helbling: Alle hätten mindestens ein Tor erzielen können. Aber die Tore blieben aus. Vor der Halbzeit liess Widnau dann etwas nach, wodurch die Bündnerinnen besser ins Spiel fanden. Aber auch sie blieben ohne Treffer.

Die zweite Halbzeit war von Spannung und Angriffen gekennzeichnet – aber es wollte auf  beiden Seiten nicht klin­-geln. Es gab viele Wechsel, viele Standards sowie ein gekonntes Verhindern gefährlicher Angriffe beiderseits. Widnau musste jetzt auch defensiv viel arbeiten, so klärte Jessica Gstöhl einen Bündner Abschluss für die geschlagene Torfrau Lea Spreiter auf der Linie. Fünf Minuten vor Schluss wurde dann eine Stürmerin von Thusis-Cazis in Widnaus Sechzehner gefoult.

Die Widnauerinnen fanden sich schon fast mit dem Gegentor ab und sagten sich «wer sie vorne nicht macht, erhält sie eben hinten» – und dann traf eine Bündnerin den Pfosten. Es schien so, als ob dieses Spiel einfach 0:0 ausgehen musste, was es dann tatsächlich auch tat.

Bittere 3:4-Niederlage für Au-Bernecks Frauen in Ems

Es fehlte erneut nicht viel zum Sieg – doch am Ende verliessen die Au-Berneckerinnen das Feld geschlagen.

In der ersten Hälfte deutete nichts auf das Torfestival hin, das sich später ereignen sollte. Ems bestimmte das Spiel und kam etliche Male gefährlich vor das Tor von Katharina Fröhle. Die Bündnerinnen wurden aber immer von der starken Abwehr mit Claudia Heeb, Manuela Allenspach und Géraldine Köppel unter der Regie von Lara Pizzingrilli gestört. Au-Berneck kam auch zweimal vor das gegnerische Tor, doch sowohl Ale­xandra Mühlbauer wie auch Elvira Rusch scheiterten. Sina Dobson musste das Feld danach verlassen, für sie kam Julia Keel. Diese wurde Zeugin einer brenzligen Szene: Pizzingrilli passte zurück zu Fröhle, wobei eine Gegnerin den Ball ablief. Pizzingrilli konnte die Gefahr dank eines Prellballs aber gerade noch entschärfen, der Ball ging wenige Zentimeter am Tor vorbei. Zur Pause stand es 0:0.

Fünf Minuten danach traf Ems per Kopf nach einer Ecke zum 1:0. Kurz später gelang Ems nach einem Gegenstoss das 2:0. Wie im letzten Spiel, lag Au-Berneck mit zwei Toren im Hintertreffen – und das Spiel nahm einen ähnlichen Verlauf wie vor Wochenfrist, als die Rheintalerinnen spät noch das Ausgleichstor zum 4:4 hinnehmen mussten, denn auch diesmal fiel das entscheidende Tor spät.

In der 62. Minute wurde Au-Berneck gefährlich. Mühlbauer bediente Anina Eicher präzis, doch die Emser Torfrau wehrte ab – bis Mühlbauer nur mit einem Foul am Torschuss gehindert werden konnte. Es gab Freistoss, und die kämpferisch starke Deborah Fanchini lancierte Sonja Kutzer, die knapp daneben schoss. Kurz später fiel das Anschlusstor. Pizzingrillis Freistoss landete bei Mühlbauer, die den Ball mit den Zehenspitzen zum 2:1 einschob. Nach einer weiteren Chance für Ems fiel das 2:2: Allenspach schickte Mühlbauer brandgefährlich in Richtung Tor, wurde von den Füssen geholt, es gab Penalty und Eicher verwandelte souverän. Doch Ems gab nicht auf und ging erneut in Führung. In Minute 80 kam Sina Dobson dann wieder. Es gab eine herrliche Kombination von Dobson über Kutzer zu Mühlbauer, die erneut gefoult wurde – es gab den zweiten Penalty. Eicher setzte diesen knallhart unter die Latte und traf so zum 3:3. 

Aber wie vor einer Woche kassierte Au-Berneck das entscheidende Gegentor spät. Der letzte Freistoss von Ems landete in der hohen Ecke – der Schlussstand war 4:3 für Ems. Das ist für Au-Berneck sehr undankbar. Die Frauen haben al­les gegeben, um jeden Ball gekämpft und waren sich für nichts zu schade. Sie belegen nun mit fünf Punkten Rang neun, fünf vor Linth-Schwanden auf dem einzigen Abstiegsplatz. Am Sonntag spielen die Frauen in Berneck gegen den Fünften, Romanshorn.

Folge uns: