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Walzenhausen

Der rote Pfeil zeigt auf das Visier, das die neue Swisscom-Mobilfunkantenne anzeigt. Im Vordergrund befindet sich ein Spielplatz.
Der rote Pfeil zeigt auf das Visier, das die neue Swisscom-Mobilfunkantenne anzeigt. Im Vordergrund befindet sich ein Spielplatz. (Bild: pd)

Widerstand gegen Antennen auf öffentlichem Grund

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In Walzenhausen wehren sich Bürgerinnen und Bürger gegen Mobilfunkantennen auf Gebäuden, die der Gemeinde gehören.

Geplant sind Swisscomantennen auf der Trafostation Oberes Leuchen und dem Vereinslokal Lachen. Dagegen wehren sich nun zahlreiche Einwohnerinnen und Einwohner von Walzenhausen mit Einsprachen und einer Initiative.

Man könne nicht verstehen, dass die Gemeinde ihre Parzellen in unmittelbarer Nähe von Wohngebieten, einem Spielplatz und dem Wohnheim Krone der Swisscom zur Verfügung stellt, schreibt das Initiativkomitee «Kein Mobilfunk auf öffentlichem Grund» in einer Medienmitteilung. Man setze damit die Einwohner einer «nach wie vor unbekannten gesundheitlichen Strahlenbelastung“ aus. Ausserdem nehme die Gemeinde mit dem Entscheid eine Wertverminderung der Umgebung in Kauf.

Das Initiativkomitee erinnert daran, dass bereits an einer Gemeindeversammlung im Oktober 2019 heftig kritisiert wurde, dass die geplante 4G-Technologie jederzeit ohne Bewilligungsverfahren auf 5G aufgerüstet werden könnte. Die Gemeinde, so das Komitee, habe die Bürger im Februar 2020 dann aber trotz aller geäusserten Befürchtungen vor vollendete Tatsachen gestellt. Der Beschluss sei gefällt worden, ohne dass das Thema nochmals diskutiert worden sei.

Bereits im Juni des letzten Jahres hatten 100 Walzenhauserinnen und Walzenhauser den Unterschriftenbogen der IG „Keine Mobilfunkantenne auf dem Vereinslokal Lachen“ unterschrieben. Vier Monate später habe die Gemeinde diesen Rückkommensantrag abgelehnt und praktisch gleichzeitig die Visiere aufgestellt. Gegen die Bauanzeige gingen zahlreiche Einsprachen ein, in denen grobe Mängel gerügt werden.  Unter anderem geht es um die Verunstaltung des Dorfbildes.

Zudem wurde eine Volksinitiative gestartet, die es der Gemeinde verbieten soll, eigene Grundstücke für Mobilfunkantennen innerhalb eines Abstands von hundert Metern zu Wohngebieten zu Verfügung zu stellen. Die Mindestanzahl an Unterschriften dafür sei längst erreicht, schreibt das Initiativkomitee in seiner Mitteilung.

Das Komitee hofft nun „angesichts des grossen Rückhalts in der Bevölkerung“ auf ein Einlenken des Gemeinderats. Mit einer umfassenden und sorgfältigen Standortevaluation könne die Behörde die Wertschätzung für ihre Einwohner unter Beweis stellen und damit viele Sympathien zurückgewinnen, heisst es in der Pressemitteilung weiter.

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