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Berneck

Wetter hat Obst- und Weinbauern kalt erwischt

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Wer kann, schützt seine Obst- und Weinkulturen mit sogenannten Frostkerzen. Die sind aber nicht nur in der Schweiz ausverkauft. In der Anlage der Rheinobst AG in Berneck brannten die Kerzen Donnerstagfrüh.

Am Mittwoch haben Markus Hutter, Betriebsleiter der Rheinobst AG, und ein Mitarbeiter auf der Plantage in Berneck die blühenden Kirschbäume abgedeckt. Danach haben sie zwischen den Baumreihen gegen 100 Frostkerzen mit einem mit Brennstoff gefüllten Kübel verteilt. «Gestern, etwa um 2 Uhr, lagen die Temperaturen um den Gefrierpunkt. Eine Stunde später mussten wir die Frostkerzen anzünden. Mein Handthermometer hat minus 3,8 Grad Celsius angezeigt», sagte Markus Hutter. Weil die speziellen Kerzen überall ausverkauft sind und der Aufwand zu gross wäre, die gesamte Obstplantage – Äpfel und Kirschen – zu schützen, rechnet Hutter bereits nach der ersten Nacht mit grösseren Schäden. In den Bernecker Rebbergen fiel die Quecksilbersäule unter null, auch dort ist mit Ausfällen zu rechnen. (kla)