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Der Forst-Anstieg ist berüchtigt.
Der Forst-Anstieg ist berüchtigt. (Archiv/ys)

Wer jagt Litscher im Forst?

Pd/ys Kommentare

Am Sonntag, 13. September, findet das Altstätter Bikerennen statt - mit Thomas Litscher und vielleicht weiteren Profis.

2020 steht ganz im Zeichen von Corona. So dramatisch dies ist, hat es auch positive Nebenwirkungen. Eine davon ist, dass viele Menschen zurück zur Natur und zum Sport gefunden haben. Noch nie wurde beispielsweise so viel Velo gefahren. Die Händler haben alle Hände voll zu tun, die Überstunden häufen sich . Die Lager sind leer geräumt und die beliebtesten Modelle schon längst ausverkauft. Aber abschon viel Sport getrieben wird, sind (fast) alle Wettkämpfe abgesagt worden. Auch im Mountainbike gab es nur sehr wenige Veranstalter, die sich den Auflagen stellten. Im Ostschweizer Bikecup waren sieben Rennen angesagt, sechs wurden ersatzlos gestrichen. Altstätten, das als grosse Schlussveranstaltung der regionalen Rennserie geplant war, wird somit zum Saisonauftakt und zugleich zum Final.

DerVeloclub Altstätten hat entschieden, sich der Herausforderung zu stellen und mit einem Covid-19-Schutzkonzept die Rennen auszutragen. Ein grosses Anliegen von Vereinspräsident Marcel Dürr ist es, dem Nachwuchs im eigenen Verein die Möglichkeit zum Wettkämpfen zu bieten. Die Rennen auf dem Altstätter Forst sind  beliebt. Deshalb und weil rundherum Veranstaltungen abgesagt wurden, bildet sich ein sehr interessantes Fahrerfeld. Zahlreiche Teilnehmer in den Nachwuchskategorien kommen aus dem süddeutschen Raum, aus Österreich oder dem Fürstentum Liechtenstein. Die lokalen Aushängeschilder des Vereins wie Micha Alder aus Altstätten, Vera Schmid aus Marbach oder Sirin Städler aus Hinterforst müssen sich einer starken Konkurrenz stellen. Sie fahren in Altstätten sowohl um die Tagessiege als auch um die kantonalen Meistertitel.

In der Kategorie der lizenzierten Männer hat sich mit dem in Lutzenberg wohnenden Thomas Litscher ein Aushängeschild der Rheintaler Bikeszene eingeschrieben. Ihm stellen sich die Kriessner Spiess-Brüder Dave und Robin gegenüber. Vielleicht melden sich aber noch Fahrer an, die bessere Chancen haben, den WM-Medaillengewinnern von 2017 zu bedrängen. Vorjahressieger Simon Vitzthum aus Rheineck wäre ein solcher Kandidat. Aber auch weitere interessante Namen aus Nah und Fern haben sich beim Organisationskomitee erkundigt.. Ähnlich sieht es bei den Frauen aus. Weil die grossen Rennen nicht stattfinden, wird die Startliste bis am Sonntag wohl noch um einige Namen ergänzt werden.

Aber nicht nur für die ambitionierten Spitzensportler hält der VC Altstätten einiges bereit. Auch Hobbyfahrer finden mit Bestimmtheit eine Kategorie in der sie sich messen können. Sei es in der Plauschkategorie, der Stafette oder in den Fun-Kategorien. Neu im Programm ist auch ein Rennen mit E-Bikes. Die Streckenführung ist so gewählt, dass jeder einigermassen ambitionierte Hobbyfahrer auch ohne technisch herausragende Fähigkeiten die Runde absolvieren kann.

Das Streckenlayout wurde aufgrund des Sicherheitskonzept angepasst. Dem Veranstalter ist es wichtig, dass den Zuschauern genügend Platz eingeräumt wird, damit die Abstandsregeln eingehalten werden können. Dem Konzept zum Opfer gefallen ist die Festwirtschaft auf dem Torkel. Im neu gestalteten Start-Zielbereich ist aber eine neue grosszügige Bewirtung möglich. Das Tragen einer Maske wird empfohlen, wo die Abstände nur schwer eingehalten werden können. Für die Athleten und Betreuer gilt beim Vorstart eine Maskenpflicht. Auf eine Tech-Feedzone wird aus Abstandsgründen verzichtet, die Verpflegung der Fahrer ist rund um die Strecke möglich.

Die Rennen beginnen am Sonntag, 13. September, um 8.50 Uhr mit den Kleinsten auf einem kurzen Rundkurs rund um den Start-Zielbereich bei der Firma Hasler im Hinterforst.

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