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Altstätten

Die Bepflanzung um das Gemeinschaftsgrab auf dem Friedhof Altstätten wirkt krautig. Grün- und Brauntöne dominieren.
Die Bepflanzung um das Gemeinschaftsgrab auf dem Friedhof Altstätten wirkt krautig. Grün- und Brauntöne dominieren. (Bild: Max Tinner)

Wenig Trost am Grab

Max Tinner Kommentare

Das Gemeinschaftsgrab auf dem Friedhof wirkt vernachlässigt. Da möchte sich wohl kaum jemand noch hier bestatten lassen, meint ein älterer Altstätter.

Max Tinner

Die Bepflanzung ums Gemeinschaftsgrab auf dem Altstätter Friedhof wirkt krautig. Sie besteht hauptsächlich aus buschig gewachsenen Frauenmänteli und Gräsern. Farblich dominieren damit Grün- und nun, gegen Herbst, zunehmend auch Brauntöne. Zwei Blumenschalen mögen eine Zeit lang einen aufmunternden Akzent gesetzt haben. Allerdings war ein Grossteil der Blumen darin schon lange vor den Sommerferien verblüht, wie ein Foto belegt, das Ende Juni gemacht wurde. Das wenige verbliebene zarte Weiss und ein verloren wirkendes Geranienstöckli kommen gegen das Grünbraun nicht an. «Schäbig und schlecht gepflegt», nennt es ein älterer Altstätter, der sich mit seiner Kritik an den «Rheintaler» und die «Volkszeitung» gewandt hat, der aber nicht namentlich genannt werden möchte. «Das Gemeinschaftsgrab scheint nicht grad das Steckenpferd der Friedhofkommission zu sein», meint er.

Den Unterhalt des Gemeinschaftsgrabes führe ein Gartenbauunternehmen im Auftrag der Stadt durch, erklärt Stadtschreiberin Beatrice Zeller. Bei Bedarf werde Unkraut gejätet und die Bepflanzung zurückgeschnitten. Momentan befänden sich die Pflanzen aber im Verwelkungsprozess, weshalb man sie jetzt nicht zurückschneiden könne.

Dennoch: «Wer möchte sich bei diesem Anblick noch hier bestatten lassen», stellt der oben genannte Altstätter in den Raum.

Einige haben sich gleichwohl zu Lebzeiten noch dafür entschieden. Oder die Hinterbliebenen haben es nach dem Ableben für sie getan. Seit der Einsegnung des heutigen Gemeinschaftsgrabes im August 2014 ist die Asche von 25 Verstorbenen hier beigesetzt worden. Heuer waren es bislang sechs Bestattungen.

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