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  • Auch ein Superbike-Schweizer-Meister muss Fahren lernen: Durch die Pylonen zu fahren fällt ihm aber weniger leicht als auf der Rennstrecke.
    Auch ein Superbike-Schweizer-Meister muss Fahren lernen: Durch die Pylonen zu fahren fällt ihm aber weniger leicht als auf der Rennstrecke. (pd)
  • Auch ein Superbike-Schweizer-Meister muss Fahren lernen: Durch die Pylonen zu fahren fällt ihm aber weniger leicht als auf der Rennstrecke.
    Auch ein Superbike-Schweizer-Meister muss Fahren lernen: Durch die Pylonen zu fahren fällt ihm aber weniger leicht als auf der Rennstrecke. (uh)
  • Auch ein Superbike-Schweizer-Meister muss Fahren lernen: Durch die Pylonen zu fahren fällt ihm aber weniger leicht als auf der Rennstrecke.
  • Auch ein Superbike-Schweizer-Meister muss Fahren lernen: Durch die Pylonen zu fahren fällt ihm aber weniger leicht als auf der Rennstrecke.

Vom Rennkurs in die Fahrschule

Gerhard Huber Kommentare

Dominic Schmitter ist als Motorradrennfahrer mit bis zu 300 km/h unterwegs – und macht jetzt die Fahrprüfung.

Altstätten, Stossplatz. Fahrschulleiter Walter Zünd stellt Pylonen auf, fünf hoffnungsfrohe Führerscheinaspiranten rüsten sich mit ihren Bikes für die nächste Übungsstunde. Darunter ist auch der Schweizer Meister bei den Superbikes, Dominic Schmitter, der im Profi-Rennanzug und mit seinem neuen Yamaha-Strassenbike heraussticht.

Lange hatte sich der Vollblut-Rennfahrer geweigert, den Fahrausweis zu machen. Mit dem Argument, dass er keinen Freifahrtschein für den normalen Strassenverkehr brauche, der ihm viel zu gefährlich sei. «Auf der Rennstrecke habe ich es nur mit hoch konzentrierten Profis zu tun, die wissen, was sie tun. Auf der Strasse sind doch viele Verrückte unterwegs, die unaufmerksam oder sogar alkoholisiert sind und ihre Fahrkünste überschätzen.»

Promo-Video geht nur mit Fahrausweis

Wieso jetzt der Sinneswandel? Schmitter sagt: «Für den Bergrenn-Klassiker in Walzenhausen soll ich auf einer noch nicht gesperrten Strecke ein Promo-Video drehen. Das geht natürlich nur mit Fahrausweis.» Keine Frage, dass er sich dafür an den Mann gewendet hat, der dem damals 16-jährigen Dominic Schmitter in einem Kurs das Töfffahren beigebracht hatte, nämlich an die Rheintaler Motorsportlegende und Fahrschulbesitzer Walter Zünd. Er sagt: «Dass Dominic Benzin im Blut hat, habe ich schon damals festgestellt.»

Man müsste meinen, dass das Handling einer Strassenmaschine für den Schweizer Meister bei den Superbikes kein Problem ist. «Das Schnellfahren beherrscht er aus dem Effeff. Aber beim Langsamfahren tut er sich noch etwas schwer», schmunzelt Zünd. Und tatsächlich: Bei der Übung, bei der man möglichst langsam zwischen eng gestellten Pylonen durchfahren muss, sieht man einen hoch konzentrierten und dennoch nicht ganz fehlerfreien Schmitter, dessen ernste Miene sich sofort zu einem Grinsen verändert, wenn er bei der Rückfahrt zum Parcoursstart auf seiner nagelneuen Yamaha XSR 700 einen Wheelie auf dem Hinterrad produzieren kann. Mit «nur» 120 PS statt der auf dem Rennbike gewohnten über 200 PS.

«Hier lerne sogar ich als Profi noch dazu», sagt Schmitter, «gerade beim exakten Bremsen oder dem Kurvenfahren.»

Wildcard für Superbike-WM-Lauf in Katar sicher

Der schnellste Rheintaler auf zwei Rädern kann zudem weitere positive Ankündigungen machen: Für den SBK-Superbike-WM-Lauf in Katar vom 24. bis 26. Oktober hat er eine Wildcard und die Finanzierungszusage der Sponsoren bekommen.

Bis dahin dürfte seine lädierte Hand keine Probleme mehr machen, sodass er das Nachtrennen in der Wüste bei Doha mit Chancen auf WM-Punkte wird bestreiten können.

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