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Jan Meier zeigte bei Widnaus Siegen gegen Wigoltingen und Neuendorf gute Leistungen – und sein Team hat nun vier Punkte mehr als Diepoldsau-Schmitter.
Jan Meier zeigte bei Widnaus Siegen gegen Wigoltingen und Neuendorf gute Leistungen – und sein Team hat nun vier Punkte mehr als Diepoldsau-Schmitter. (Bild: Elias Beck / Swiss Faustball)

Vollrunde für Widnau, Ranggewinn für Diepoldsau

Mb/mm Kommentare

Faustball Widnau konnte am letzten Wochenende zwei wichtige Heimsiege feiern. Diepoldsau-Schmitter gewann und verlor je ein Spiel.

Im ersten Spiel auf der heimischen Lugwies traf Widnau auf Leader Wigoltingen. Dieser hatte bis dahin erst ein Spiel verloren – beide Teams wussten um die Wichtigkeit dieses Spitzenspiels. Den Thurgauern gelang der bessere Start. Widnau wehrte sich, brauchte aber einen Moment, um sich auf das Spiel des Gegners einzustellen.

Nach verlorenem Startsatz wurde Widnau immer stärker. Auch in längeren Ballwechseln hielt man dagegen und hatte viele Bälle gut auf dem Arm. So ging der zweite Satz mit 11:9 an Widnau. Die Rheintaler setzten ihr konzentriertes Spiel fort und nutzten auch im dritten Satz ihre Möglichkeiten. So stand es nach etwa 50 Minuten bei brütender Hitze 2:1. 

In Satz vier zog Widnau davon, bis es beim Stand von 10:7 drei Matchbälle hatte. Sie blieben aber ungenutzt, was dem Gegner Auftrieb verschaffte. Wigoltingen hatte dann drei Satzbälle – diese wehrte wiederum Widnau ab. Nach einem weiteren spannenden Ballwechsel versenkte Jan Meier beim Stand von 14:14 den Matchball für Widnau, das so die ersten zwei Punkte dieses Samstags holte.

Die gute Ausgangslage gegen Neuendorf genutzt

Nachdem Neuendorf gegen Wigoltingen verlor, standen die Solothurner unter Zugzwang. Sie wollten den Anschluss an die besten Vier nicht verlieren, was Widnau aber nicht beeindruckte. Das Team von Coach Peo Meier zeigte wieder ein solides Spiel. Anders als im ersten Duell gewannen die Rheintaler diesmal den Startsatz. Es folgte ein Auf und Ab, aber Widnau fand sich auf dem heimischen Rasen gut zurecht. Besonders der junge Dominic Spirig findet sich nach kurzer Eingewöhnungsphase gut im Team zurecht und zeigt starke Leistungen.

Widnau gewann auch das zweite Spiel mit 3:1. Nach der fünften Qualirunde haben sich so vier Teams einen Vorteil im Kampf um die «Final-4»-Tickets verschafft. Wigoltingen und Affeltrangen, die schon vor der Runde auf  den ersten beiden Plätzen lagen, haben ihre Position gestärkt; Affeltrangen mit zwei Siegen, Wigoltingen mit einem. Beide Equipen haben nun je 16 Punkte. Dahinter haben sich mit Widnau und Elgg-Ettenhausen zwei weitere Clubs mit guter Ausgangslage eingereiht, haben sie doch bereits einen Vier-Punkte-Vorsprung auf Rang fünf – es ist der Rang, den Diepoldsau belegt.

Diepoldsau macht einen Tabellenplatz gut

Bei extrem hohen Temperaturen trafen die Rheininsler auf Oberentfelden und Elgg-Ettenhausen. Von den angestrebten vier Punkten holten sie nur zwei, da sie gegen Elgg zu harmlos waren. Das Heimteam aus dem Aargau besiegten sie aber verdient. Weil Neuendorf seit fünf Spielen nicht mehr gewonnen hat, hat Diepoldsau dessen fünfter Rang übernommen.

Diepoldsau war gegen Elgg gut gestartet, dann verpasste es das Team, den Startschwung auszunutzen. Lässer servierte ohne den nötigen Druck und der Gegner konnte die Angaben ein ums andere Mal entschärfen. Durch viel Kampfgeist in der Abwehr und einige unerzwungene Fehler des Gegners hielt der SVD jedoch trotzdem bis Satzende mit. Dann war es aber der Gegner, der beim Stand von 9:9 die entscheidenden zwei Punkte verbuchte.

Der zweite Satz war ähnlich – und wieder lautete das Resultat aus Diepoldsauer Sicht 9:11. Mit der 2:0-Führung im Rücken spielte der Gegner nun befreiter auf. Als sich im Lauf des Satzes auch noch Mittelmann Schoch am Handgelenk verletzte und ausgewechselt werden musste, konnte Diepoldsau die Niederlage nicht mehr verhindern.

Reaktion auf  Niederlage gelingt mit einem 3:1-Sieg

Für die zweite Partie hatten die Rheininsler bei brütender Hitze nur 15 Minuten Erholungspause, während das Heimteam Kräfte tanken konnte. Und Diepoldsau musste auf Schoch verzichten. Die Vorzeichen waren also alles andere als optimal.

Im Unterschied zu Spiel eins wirkte Lässer aber wie ausgewechselt und punktete aus der Angabe mit fast jedem Ball. Da auch Oberentfeldens Häfeli mit scharfen Bällen in die linke Flanke immer wieder die Lücke fand, entwickelte sich eine Serviceschlacht. Beim Stand von 9:9 gelang Oberentfelden das Break, gefolgt von einem Fehler der Rheintaler, wodurch der erste Satz an die Aargauer ging.

Diepoldsau reagierte, brachte Ziereisen für Columpsi auf der linken Abwehrposition. Dieser Wechsel verschaffte der Defensive die nötige Stabilität. Eggert, der die Position in der Mitte übernahm, zeigte eine starke Leistung und war mitverantwortlich, dass Diepoldsau die nächsten zwei Sätze gewinnen konnte. Im vierten Satz erspielte sein Team dann zwei Matchbälle. Während der erste durch einen Fehler vergeben wurde, landete die nächste Angabe sehr nahe an der Linie. Obwohl der gegnerische Trainer den Ball im Aus sah, entschied der Schiedsrichter, auf die Fahne des Linienrichters zu achten. Er gab den Punkt für Diepoldsau, das so mit 3:1 gewann.

Mathias Ziereisen stabilisierte im zweiten Spiel die Abwehr und verhalf dem SVD Diepoldsau-Schmitter gegen Oberentfelden zu einem wichtigen Sieg. Bild: Corina Pinchera / Swiss Faustball

Diepoldsau reagierte, brachte Ziereisen für Columpsi auf der linken Abwehrposition. Dieser Wechsel verschaffte der Defensive die nötige Stabilität. Eggert, der die Position in der Mitte übernahm, zeigte eine starke Leistung und war mitverantwortlich, dass Diepoldsau die nächsten zwei Sätze gewinnen konnte. Im vierten Satz erspielte sein Team dann zwei Matchbälle. Während der erste durch einen Fehler vergeben wurde, landete die nächste Angabe sehr nahe an der Linie. Obwohl der gegnerische Trainer den Ball im Aus sah, entschied der Schiedsrichter, auf die Fahne des Linienrichters zu achten. Er gab den Punkt für Diepoldsau, das so mit 3:1 gewann.

Durch den Sieg wahrt Diepoldsau den Anschluss zu den besten vier Teams, es wird jedoch nicht einfach, noch in diese vorzudringen. Dazu müssen in der nächsten Runde fast zwingend vier Punkte geholt werden. Dass Diepoldsau dort mit Wigoltingen und Affeltrangen auf die Tabellenführer trifft, macht die Aufgabe noch schwieriger – aber nicht unmöglich.

NLA, Männer

Widnau – Wigoltingen 3:1 (8:11, 11:9, 11:8, 15:14), Wigoltingen – Neuendorf 3:0, Widnau – Neuendorf 3:1 (11:8, 8:11, 11:5, 11:9), Oberentfelden – Elgg-E. 1:3, Elgg-E. – Diepoldsau 3:0 (11:9, 11:9, 11:7), Oberentfelden – Diepoldsau 1:3 (11:9, 8:11, 8:11, 9:11), Affeltrangen – RiWi 3:0, RiWi – Jona 3:2, Affeltrangen – Jona 3:1.

Rangliste (alle 10 Spiele): 1. Wigoltingen 16 (26:8), 2. Affeltrangen 16 (28:16), 3. Elgg-E. 14 (22:11), 4. Widnau 14 (24:13), 5. Diepoldsau 10 (20:17), 6. Neuendorf 10 (16:21), 7. Oberentfelden 6, 8. RiWi 4.

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