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  • Perfekte Arbeit der Streckenposten: Jeder Pilot wurde dem richtigen Fahrerlager zugewiesen.
    Perfekte Arbeit der Streckenposten: Jeder Pilot wurde dem richtigen Fahrerlager zugewiesen. (Ulrike Huber)
  • Streckensprecher und wandelndes Motorsportlexikon Elio Cristani (r.) im Gespräch mit «Ferrari-Joe» Josef Kaiser.
    Streckensprecher und wandelndes Motorsportlexikon Elio Cristani (r.) im Gespräch mit «Ferrari-Joe» Josef Kaiser.
  • Perfekte Arbeit der Streckenposten: Jeder Pilot wurde dem richtigen Fahrerlager zugewiesen.
    Perfekte Arbeit der Streckenposten: Jeder Pilot wurde dem richtigen Fahrerlager zugewiesen. (Ulrike Huber)
  • Streckensprecher und wandelndes Motorsportlexikon Elio Cristani (r.) im Gespräch mit «Ferrari-Joe» Josef Kaiser.
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  • Perfekte Arbeit der Streckenposten: Jeder Pilot wurde dem richtigen Fahrerlager zugewiesen.
  • Streckensprecher und wandelndes Motorsportlexikon Elio Cristani (r.) im Gespräch mit «Ferrari-Joe» Josef Kaiser.
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Vieles passte zusammen

Gerhard Huber Kommentare

Zwei Tage lang dröhnte der Berg über Walzenhausen. Historische Rennfahrzeuge und prominente Gäste begeisterten beim Bergsprint viele Zuschauer. Eine Nachbetrachtung.

MOTORSPORT. Wie schaffen es Erwin Steingruber und sein Team alle drei Jahre, für die Motorsportbegeisterten des Rheintals Weihnachten und Ostern in den Sommer zu verlegen? Vielleicht war der Eindruck heuer sogar angesichts des Starterfelds und der prominenten Gäste noch stärker. Sogar das Wetter spielte mit. Verschiedene Regenschauer, die aber alle im verträglichen Bereich waren, trieben die Leute aus den Badis an die Strecke und brachten Abwechslung.

Offen wie die Herzen der Fahrer

Verkraftet es eine Veranstaltung, dass der Zulauf jedesmal grösser wird? Der Bergsprint? Ja! Alle Läufe starteten pünktlich, jeder Pilot wurde passend zum Vorstart und hernach wieder zum richtigen Fahrerlager aussortiert. Den 9180 (!) Besuchern standen auch die Boxen offen. So offen wie die Herzen der Fahrer, die glücklich waren über jeder Anfrage, über jede Möglichkeit, über ihre geliebten Fahrzeuge zu plaudern. Die Stimmung war wieder so lässig wie vor der ersten Ölkrise.

Den Überblick bewahrt

Der wohl beste Streckensprecher der Schweiz, Elio Crestani, ist ein wandelndes Motorsportlexikon. Ohne Unterlagen und ohne Unterbrechung kommentierte er den ganzen Tag. Über jedes Fahrzeug und über jeden der Piloten wusste er Spannendes zu berichten. Und in den kurzen Pausen holte er sich frische Streckeninformationen bei den beiden Stargästen Marcel Fässler und Cindie Allemann, die bei ihren Renntaxifahrten jeden Millimeter des Asphaltbandes auswendig lernten.

Gummirauch im Startbereich

Wie passte ein modernes Motorbike zu den historischen Töffs? Dominic Schmitter und seine Fahrten auf einer BMW SS 1000 R waren eine der Hauptattraktionen des Bergsprints. Schmitters Erfolgsgeheimnis als Publikumsliebling ist, dass er stets zu Spässen aufgelegt ist. Ein Burnout mit dem Hinterrad nebelte dabei den ganzen Startbereich ein. Mit einem Rad im Slide durch die Kurven und gleichzeitig mit einer Hand den Zuschauern zuwinken und dabei das blaue L am Kennzeichen montiert haben, obwohl er sonst an den Wochenenden in der stärksten Motorradklasse, der SBK-Superbike-Weltmeisterschaft, unterwegs ist, ist eine Mischung, die es sonst nicht gibt. Schmitter weiss, wie man die Fans bei Laune hält. Köstlich auch seine Interview-Antwort auf die Frage von Moderater Victor Rohner, woher denn der viele Rauch beim Start gekommen sei? «Da Töff heat brennt.»

Unverzichtbare Helfer

Wer war absolut unverzichtbar? Die vielen Helfer. Ob an den Verkaufsständen, am Grill, bei der Parkplatzeinweisung, ob beim Streckenauf- oder –abbau. Gefühlt die ganze Ortsbevölkerung von Walzenhausen war im Einsatz. Immer freundlich, immer kompetent. Und wer war der glücklichste Mann des Wochenendes? Zweifellos Erwin Steingruber. Als Veranstaltungschef, aber auch als Pilot, der seit über zwanzig Jahren wieder erstmals seinen March Formel 2 bewegte. Den Berg hinauf donnerte, bis ihm der Strom ausging. Das ist ein geradezu edler Defekt für ein Auto, das beinahe zu viel Kraft zum Laufen hat, wenn nur so etwas Banales wie ein Zündkabel aussteigt.

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