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Diepoldsau

(Archivbild: Ralph Ribi)

Über d' Grenz: Tests sollen länger gültig sein

Max Tinner Kommentare

Mit Blick auf die Sommerferien und die engen Verflechtungen im Rheintal fordert die Diepoldsauer SVP-Kantonsrätin Carmen Bruss erleichterte Grenzvorschriften.

SVP-Kantonsrätin Carmen Bruss fordert die Kantonsregierung in einer Interpellation, die sie am Montag zu Beginn der Junisession eingereicht hat, auf, sich für eine Vereinfachung der Corona-Vorschriften für den Grenzübertritt einzusetzen. Ihr liegt daran, dass nicht nur Geimpfte und Genesene möglichst einfach über die Landesgrenze kommen, sondern auch andere gesunde Leute, die nicht oder noch nicht geimpft sind. 

Die Tests der Grenzgänger gelten ja auch länger

Die Gültigkeitsdauer der verlangten Tests sei mit zwei oder drei Tagen (je nach Art des Tests) zu kurz. Carmen Bruss verweist auf die Regelung für die Vorarlberger Grenzgänger, deren Tests eine Woche lang gül­-tig sind und meint, dass dies doch auch «für Normalbürger» machbar sein sollte. Mit Blick auf die bevorstehende Sommerferienzeit sollten Tests ihrer Meinung nach mindestens zwei Wochen, besser noch einen Monat lang gelten. 

Bruss denkt dabei nicht nur an Ferienreisende, sondern auch an die Rheintalerinnen und Rheintaler, die wie sie in Grenznähe wohnen: «Wir Diepolds­auer können nicht einmal einen längeren Spaziergang machen, ohne dabei die Grenze zu überschreiten», schreibt sie. Auch Treffen mit Freunden und Verwandten ennet der Grenze würden mit länger gültigen Testbescheinigungen erleichtert.

Überhaupt solle sich der Kanton ein Beispiel an Vorarlberg nehmen, meint die SVP-Kantonsrätin sinngemäss. Das Land sei sehr bemüht, für alle Bürger Lösungen zu finden. Als Beispiel nennt sie die öffentlichen Teststrassen, wohingegen man sich bei uns nur in Apotheken und einigen wenigen Arztpraxen testen lassen könne und dort kaum einen Termin bekomme. Und Antikörper-Tests, wie sie in Österreich akzeptiert seien, sollten in der Schweiz genauso gültig sein, findet sie.

Carmen Bruss fordert die Regierung auf, das Gespräch mit Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner zu suchen und zusammen mit ihm erleichterte, einheitliche Bedingungen zwischen Vorarlberg und dem Kanton St. Gallen zu ermöglichen, allenfalls als Pilotversuch für die Sommermonate.

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