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Oberriet

Über 20000 Knochenstücke

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An der Mitgliederversammlung des Museumsvereins übernahm Angelo Bont interimsmässig das Kassieramt.

Kürzlich trafen sich die Mitglieder des Museumsvereins Oberriet zu ihrer Mitgliederversammlung. Präsident Alfons Ammann führte speditiv durch die Sitzung.

Interaktion mit neuen Medien

In seinem Grusswort führte er die Bedeutung des aktiv erlebbaren Museumsbesuchs aus. Es sei eine Herausforderung für die Museen, dass die Vermittlung durch Interaktion mit den neuen Medien geschehe und so auch die Objekte ihre Geschichten erzählen können.

Er würdigte die langjährige Arbeit des verstorbenen Kassiers Emil Zeller. Kurz vor seinem Tod hat er ihm die Unterlagen des Kassieramts überreichen können, die bis zuletzt vorschriftsmässig und gewissenhaft geführt waren. Angelo Bont, der das Kassieramt interimsmässig übernahm, dankte der Präsident für seine mehrjährige Mitarbeit in verschiedenen Funktionen im Vorstand.

21 Kilo Scherben und mehr als 700 Steinartefakte

Die Arbeit von Rösli Zeller wurde ebenfalls verdankt. Sie hat über viele Jahre die Pressearbeit des Museums übernommen. Im Anschluss berichtete Fabio Wegmüller, der Projektleiter der Ausgrabung des Abris im Unterkobel, Oberriet, in einem öffentlichen Vortrag über die neuesten Forschungsergebnisse.

Mehr als 3000 Scherben, die insgesamt etwa 21 kg wiegen, fast 20000 Knochenfragmente, die ganze 28 kg wiegen, und mehr als 700 Steinartefakte geben Aufschluss über Besiedlung und Ernährung der Menschen zu jener Zeit.

So diente der Felsvorsprung (Abri) schon in der Jungstein­- zeit als Unterstelle für das Vieh. Dies konnte durch den Nachweis von Tierdung bei der Untersuchung der Aschebänder festgestellt werden. (pd)