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Kriessern

Sie sprachen an der Generalversammlung der SVP Costa Rica im Restaurant Sonne in Kriessern (von links): Nationalrat Roland Rino Büchel, Markus Wüst, Kantonsrat und Präsident der SVP Rheintal, Josef Wespe (Präsident der SVP Costa Rica) und Nationalrat Toni Brunner.
Sie sprachen an der Generalversammlung der SVP Costa Rica im Restaurant Sonne in Kriessern (von links): Nationalrat Roland Rino Büchel, Markus Wüst, Kantonsrat und Präsident der SVP Rheintal, Josef Wespe (Präsident der SVP Costa Rica) und Nationalrat Toni Brunner. (Bild: pd)

SVP Costa Rica war zu Gast

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Kürzlich fand im Restaurant Sonne die gut besuchte sechste Generalversammlung der SVP Costa Rica statt. Ihr Präsident ist Unternehmer Josef Wespe, der seit sechs Jahren im lateinamerikanischen Staat wohnt.

Vielfach wird Costa Rica als «Schweiz Zentralamerikas» bezeichnet. Die Mitglieder bei der SVP-Landessektion sind Schweizer, die im lateinamerikanischen Land wohnen. Sie sind zu ei­- nem Teil Unternehmer aus dem Rheintal, unter ihnen sind aber auch Persönlichkeiten aus dem Wallis und der Innerschweiz. In diesem Jahr stiess wieder ein rundes Dutzend Neumitglieder dazu, so auch der Präsident der SVP Rheintal, Kantonsrat Markus Wüst.

Nach der Abwicklung der üblichen Traktanden berichteten die beiden Nationalräte Toni Brunner und Roland Rino Büchel aus Bundesbern und über die teils schwierige Situation der fast 800000 Schweizer, die im Ausland leben. Das Interesse der Anwesenden war gross; die Fragen zahlreich.

Private Entwicklungshilfe im Norden Nicaraguas

Die Stadt Esteli liegt im Norden Nicaraguas, einem Nachbarland von Costa Rica, und ist etwas grösser als St. Gallen. Die städtische Infrastruktur ist wie an vielen Orten Zentralamerikas eher dürftig. Im letzten Jahr erhielt die Departementshauptstadt ein spezielles Geschenk aus der Ostschweiz: Ein Feuerwehrauto.

Organisiert wurde die Hilfe von Josef Wespe, der vor mehr als zehn Jahren aus dem Rheintal nach Costa Rica ausgewandert war. Viele kennen Wespe mit dem Übernamen «Dieselsepp». Als er den katastrophalen Zustand der Ausrüstung der lokalen Feuerwehr sah, reifte beim Präsidenten der SVP-Sektion Costa Rica die Idee, mit der Beschaffung eines Feuerwehrfahrzeugs zu helfen.

Feuerwehrauto stand schon 60-mal im Einsatz

Das Feuerwehrauto wird in Nicaragua dringend gebraucht: Der allradgetriebene Unimog 1250 L war schon mehr als 60-mal im Ernsteinsatz. Der dreissigjährige Wagen war von «Dieselsepp» und seinem Sohn Thomas in monatelanger Fleissarbeit fast wieder in Neuzustand gebracht worden. Vor Ort wird das Fahrzeug von Wespe selbst gewartet. Mitunter darum sind die Einsätze bisher ganz ohne Pannen verlaufen. Not und Elend konnten somit gemindert werden – und Menschenleben wurden direkt gerettet.

Die Beschaffung, aber auch der Transport und die Instandstellung des Feuerwehrautos waren nur möglich, weil verschiedene Rheintaler Mitglieder der SVP Costa Rica in ihre persönliche Tasche gegriffen haben. An der Versammlung sprachen die Mitglieder weitere 2000 Franken für die Gründung einer Stiftung. Diese hilft, den Betrieb der Feuerwehr von Esteli zu sichern. Auch die Ausbildung der Feuerwehrleute ist dank Hilfe der SVP und Rheintaler Unternehmern gewährleistet. Die SVP schreibt, das Projekt sei ein Paradebeispiel dafür, dass auch schwierige Pläne funktionieren, «wenn man handelt anstatt redet». (pd)