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  • Michael launchte kürzlich seine erste Hemden-Kollektion.
    Michael launchte kürzlich seine erste Hemden-Kollektion.
  • Michael und sein Geschäftsparter Sandro
    Michael und sein Geschäftsparter Sandro
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Stylisch mit Reststoffen – Rheintaler launcht Hemdkollektion

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Raridus. So heisst die neu aufgebaute Marke von Modeliebhaber Michael. Vergangene Tage präsentierte der Altstätter online seine erste Kollektion bestehend aus fünf Hemden. Warum Hemden und warum ihm Nachhaltigkeit so wichtig ist, erzählt er im Interview.

Name: Michael Alter: 28 Wohnort: Altstätten Beruf: Projektleiter Marketing und Event

Du hast deine erste Hemden-Kollektion herausgebracht. Wieso genau dieses Kleidungsstück?
Aus einem einfachen Grund: Ich mag Hemden und trage sie gern. Die Idee von einer eigenen Kollektion schwirrte mir schon etwa 10 Jahre im Kopf herum. Mir gefiel der Gedanke, Hemden zu tragen, die genau so sind, wie ich sie will.

Wie bist du an dein Projekt rangegangen?
Da ich wegen der Kurzarbeit etwas mehr Freizeit hatte, war letzten Herbst der perfekte Zeitpunkt gekommen, meine Idee umzusetzen. Von einem Exportkurs kenne ich Sandro, den Geschäftsführer des Textilunternehmens Metzler in Balgach. Ich kontaktierte ihn und erzählte ihm von meiner Vorstellung. Zu Beginn war er skeptisch, da er viele Anfragen bekommt und das Business schon ziemlich ausgelastet ist. Mir geht es aber nicht darum, grossen Unternehmen Konkurrenz zu machen – bei mir steht ein nachhaltiger Prozess im Vordergrund. Ich weiss, dass der Hemdenmarkt gut ausgelastet ist und trotzdem wollte ich es versuchen. Ausser etwas Geld konnte ich nicht viel verlieren. Schliesslich hat Sandro zugestimmt, mich zu unterstützen, da er mein Vorhaben eine gute Sache findet.

Du erzählst von einem nachhaltigen Prozess. Wie gelingt dir dieser?
Für die Hemden werden ausschliesslich Reststoffe von unserem Lieferanten in Vorarlberg verwendet. Deshalb sind die einzelnen Stücke auch limitiert. Wir können nur so viele Hemden anfertigen, wie die Stoffrollen hergeben. Produziert wird, wie bei Metzler, in der Slowakei nach Schweizer Standards. Zudem spenden wir pro verkauftes Hemd einen Franken an den WWF.

Wieso legst du soviel Wert auf Nachhaltigkeit?
Da ich auf einem Bauernhof aufgewachsen bin, bin ich sehr mit der Natur verbunden. Ich möchte möglichst wenig «Schaden» an der Umwelt anrichten und das nicht vermeidbare gleichzeitig kompensieren. Meine Kleider sollen ohne schlechtes Gewissen getragen werden.

Die erste Kollektion enthält fünf verschiedene Hemden. Wie bist du auf die Designs gekommen?
Ich wollte etwas erstellen, das es so noch nicht gibt und ich selbst praktisch finde. Wie zum Beispiel ein Hemd mit Reissverschluss oder mit einem elastischem Strickbund. Natürlich war ich auch froh um die Hilfe und das Know-how von Sandro.

Konntest du schon Hemden verkaufen?
Wegen Corona wurde die Produktion kurzzeitig gestoppt, weshalb ich die Hemden erst Mitte Mai erhalte. Trotzdem wurden einige bereits vorbestellt. Zu meiner Verwunderung und Freude nicht nur von Freunden, sondern auch von Leuten, die ich nicht kenne. Mein Ziel ist es, die 150 Hemden bis im Sommer verkaufen zu können.

Danach folgt eine weitere Kollektion?
Wenn alles nach Plan läuft, ja. Ich habe noch viele Ideen und kann mir gut vorstellen, auch eine Sonnenbrillen- oder Unterhosen-Kollektion herauszubringen. Einfach coole Sachen für den Mann. Ich bin zuversichtlich, obwohl es eine schwierige Branche ist. Wenn ich es nicht probiere, weiss ich nie, ob es geklappt hätte. So oder so habe ich schon viel gelernt.

Was ist deine Wunschvorstellung?
Dass die Hemden gut bei den Menschen ankommen und ich meine Marke weiter aufbauen kann. Das Beste wäre, wenn mich die Arbeit ergänzend zu meinem 80-prozentigen Hauptjob auslasten würde.

Hier kannst du einen Blick auf die Kollektion werfen.

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