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Eichberg

Obschon der Richtplan für Grundeigentümer keinen verbindlichen Charakter aufweist, war das Interesse aus der Bevölkerung gross.
Obschon der Richtplan für Grundeigentümer keinen verbindlichen Charakter aufweist, war das Interesse aus der Bevölkerung gross. (Bild: Benjamin Schmid)

Strategie zur Gemeindeentwicklung vorgestellt

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Am Dienstagabend informierten Planer und Gemeinderat die Bevölkerung über die erste Fassung des Richtplans. Dieser liegt bis Ende Juni öffentlich auf. Es sind keine Einzonungen geplant.

Mit der Annahme des Raumplanungsgesetzes im März 2013 stimmte die Schweizer Stimmbevölkerung zu, mit einer kompakten Siedlungsentwicklung die Zersiedelung in der Schweiz zu bremsen. Mit kantonalen Richtplänen soll die Siedlungsentwicklung stärker gesteuert werden. Im letzten Jahr stellte der Kanton seinen Richtplan vor und schuf damit die Grundlage für die Gemeinden.

Daraufhin ging der Eichberger Gemeinderat in Klausur, um ein Raumkonzept nach kantonalen Vorgaben zu entwickeln. Gemäss Balz Bodenmann, Mitglied der Geschäftsleitung der Strittmatter Partner AG, ist die Idee dahinter Schönes zu bewahren aber Weiterentwicklungspotenzial in der Gemeinde aufzuzeigen. «Richtpläne legen Lage und Grösse der Siedlungsflächen fest, regeln die Abstimmung zwischen Verkehrsinfrastruktur und Siedlungen und zeigen auf, wie das Ziel einer verdichteten Siedlungsentwicklung erreicht werden soll», sagte Bodenmann.

Regelt das Raumkonzept künftige Gemeindeentwicklungen in groben Strukturen, werden auf Stufe Richtplan sowohl die Projekte als deren Umsetzung konkreter und detailreicher. Schliesslich gilt der Richtplan als Grundlage für den Zonenplan. Laut Raumplanerin Camilla Philipp-Rohrer gibt es verschiedene Strategien, um verdichtetes Bauen zu fördern: bewahren, aufwerten, weiterentwicklen und umstrukturieren. Alle vorgeschlagenen Massnahmen werden punkto Nutzung, Gestaltung, Schutz, Verkehr, Infrastruktur, Umwelt und Eigentum überprüft und analysiert. Weiter wird die Gemeinde in Kern-, Wohn- und Gewerbegebiete, sowie in Arbeitsgebiete, Freihaltegebiete, Naher- holungs - und Landwirtschaftsgebiete sowie in Gebiete für öffentliche Bauten und Anlagen unterteilt.

Fünf Gebiete mit Potenzial eruiert

In Absprache mit dem Kanton und den Raumplanern ermittelte der Gemeinderat fünf Gebiete mit Verdichtungspotenzial: Während im Dorf Bestehendes bewahrt und schlicht aufgewertet werden soll, könnte das Gebiet Hölzlisberg weiterentwickelt und verdichtet werden. Sowohl in der Au, im Härdli und im Hinterforst gibt es Gebiete, die sich für eine Verdichtung anbieten. Vorbehalte gab es vor allem zur Arbeitszone am Siedlungsrand: Arbeitsplätze sind gewollt, aber kein Mehrverkehr und Lärm.

«Noch ist nichts fix», sagte Gemeindepräsident Alex Arnold, «bis Ende Juni liegt der Richtplan öffentlich aus. Währenddessen kann jedermann dem Gemeinderat schriftlich Anregungen unterbreiten.»

Benjamin Schmid

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