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Diepoldsau

  • Rebecca Bolt kennt viele Zaubertricks mit Karten. Diese führt sie meist an den Tischen vor.
    Rebecca Bolt kennt viele Zaubertricks mit Karten. Diese führt sie meist an den Tischen vor. (Bea Sutter)
  • Rebecca Bolt kennt viele Zaubertricks mit Karten. Diese führt sie meist an den Tischen vor.
    Rebecca Bolt kennt viele Zaubertricks mit Karten. Diese führt sie meist an den Tischen vor. (Bea Sutter)
  • Rebecca Bolt kennt viele Zaubertricks mit Karten. Diese führt sie meist an den Tischen vor.
  • Rebecca Bolt kennt viele Zaubertricks mit Karten. Diese führt sie meist an den Tischen vor.

Staunen in die Gesichter zaubern

Bea Sutter Kommentare

Die Sekundarschülerin Rebecca Bolt aus Diepoldsau ist fasziniert von der Zauberei. Mit ihren magischen Tricks hat sie schon oft ein grosses Publikum beeindruckt – zuletzt an der Bundesfeier in Oberriet.

DIEPOLDSAU. Sie ist noch keine 14 Jahre alt, kommt nach den Sommerferien in die zweite Oberstufenklasse und hat sich als Zauberin bereits einen Namen gemacht. Rebecca Bolt wohnt in Diepoldsau und ist froh, dass es ein paar Strassen entfernt einen «Magic-Shop» gibt. Normalerweise könne man die Produkte nur online bestellen, aber da man sie dort kennt, kann sie ihre Requisiten, die sie für ihre Zauberei verwendet, im Laden kaufen. «Ich brauche immer wieder neue Dinge, weil ich stets Neues lerne, ausprobiere und bei Gelegenheit auch vorführe», erklärt Rebecca Bolt. Ihr Zauberkoffer enthält allerlei Utensilien, die sie für ihre Shows braucht: Tücher, Gummibänder, Karten, Seile und vieles mehr. Alles ist säuberlich geordnet.

Künstlername wegen YouTube

Rebecca Bolt tritt nicht nur auf der Bühne professionell auf. Unter ihrem Künstlernamen «MagicWarrior» hat sie eine eigene Homepage, magicwarrior. jimdo.com. «Der Name war auch erforderlich, weil ich einen eigenen YouTube-Kanal habe. Der Künstlername heisst übersetzt . Ich bin ein Fan der Bücherserie .»

Die Illusionskünstlerin kann man für Gesellschaftsanlässe für Tisch- und Bühnenzauberei buchen. Jüngstes Beispiel dafür ist die Bundesfeier in Oberriet. Am Nachmittag verblüffte sie die Festbesucher an den Tischen mit ihren Zauberkünsten. Am Abend bestritt sie ihre eigene Bühnenshow im Rahmen der 1.-August-Feier. Hunderte waren von der jungen Zauberin und ihren magischen Kräften fasziniert. Sie sei nicht nervös gewesen. «Das wäre nicht gut, denn man muss ruhig und konzentriert bleiben», sagt Rebecca Bolt. «Ich bin inzwischen gewohnt, vor vielen Leuten meine Tricks vorzuführen.»

Zauberei und Geigenspiel

Rebecca Bolt ist der Meinung, jeder, der will, könne sich mit Zauberei befassen und Tricks vorführen. «Man muss einfach der Typ sein, sich vor die Leute zu stellen und etwas vorzuführen. Wie Schauspieler, Redner oder Sänger dies auch tun.» Ihr sei das Geige spielen eine grosse Hilfe. Denn in der Musikschule gebe es viele Einzelauftritte. Ob Zauberei oder Musizieren – beide Tätigkeiten setzen Fingerfertigkeit und Fingertraining voraus. «So ergänzen sich meine Hobbies bestens», sagt die Schülerin, die seit dem sechsten Lebensjahr Geige spielt. Die Zauberei betreibt sie auf diesem hohen Niveau mit diversen Auftritten seit zweieinhalb Jahren. Das Zaubern habe sie schon als Fünfjährige in den Bann gezogen. Ein geschenkter Zauberkasten legte das Fundament für die Liebe zur Zauberkunst. Über ihre Motivation für Auftritte sagt Rebecca Bolt: «Ich will die Menschen vom Alltagsstress ablenken und sie wie die Kinder an die Magie glauben lassen – und ihnen ein Staunen ins Gesicht zaubern.»

Gerne erzählt die 13-Jährige im Beisein ihrer schmunzelnden Mutter Helena Bolt eine Anekdote: «An einem ersten April wollte ich meinen Eltern einen Streich spielen. Ich gab auf YouTube ein. Ich fand dabei . Als am gleichen Abend Besuch zu uns gekommen war, führte ich die Tricks vor, und alle hatten ihren Plausch.» Dieses Erlebnis habe ihre Neugier geweckt. Die damals elfjährige Rebecca bildete sich übers Internet und mit Büchern weiter. «Ich verschlang alles, was mit Zauberei zu tun hatte.» Nun ist sie bereits eine gefragte Illusionskünstlerin. Ihre Mutter sagt: «Wir unterstützen Rebecca voll und ganz. Manchmal bin ich bei ihren Auftritten die Assistentin.» Die Eltern freuen sich, dass ihre Tochter ein so interessantes Hobby hat. Sie bringen sie auch an die Orte, wo ihre Bühnenshows oder Table-Hoppings stattfinden. «Ich bin sehr froh, dass mich meine Eltern unterstützen», sagt Rebecca Bolt.

Noch zu jung für Seminare

Obwohl die Zauberei ein wichtiger Bestandteil sei, möchte sie diese später nicht als Beruf, sondern weiterhin als Hobby betreiben. «Es soll keinen Druck geben, damit Geld verdienen zu müssen», sagt die Oberstufenschülerin, die ins Auge fasst, nächstes Jahr die Kanti-Aufnahmeprüfung zu absolvieren. «Mit den Auftritten kann ich aber gut Taschengeld verdienen», schmunzelt sie.

Im Oktober wird Rebecca Bolt 14 Jahre alt. Doch dem Magischen Ring Schweiz kann sie noch nicht beitreten. «Leider bin ich noch zu jung für eine Mitgliedschaft und den Besuch von Seminaren. Dort wird man meistens erst ab 16 Jahren zugelassen», bedauert sie. «Ich muss mich in den nächsten zwei Jahren eben wie bis anhin mit Büchern und Internet weiterbilden.» Sie finde es aber sehr wichtig, später von professionellen Zauberkünstlern unterrichtet zu werden.

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