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«SpeedQB soll in der Schweiz bekannter werden»

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Speed – Geschwindigkeit - verstehen wir. Aber um was geht es bei SpeedQB? Joe erklärt es gleich im Interview. Der Widnauer ist Teamcaptain des ersten aktiven SpeedQB-Teams in der Schweiz. Die Mannschaft «Wolves» hat den Underground Sport in die Schweiz gebracht und verfolgt hohe Ziele.

Name: Joe Alter: 23 Wohnort: Widnau Beruf: Vermessungstechniker

Was ist SpeedQB?
Die Sportart ähnelt Paintball und Airsoft. Auf einem Indoor-Feld spielen 5 gegen 5. Das Ziel des Spiels ist es, eine Fahne, die in der Mitte des Spielfeldes hängt, auf der gegnerischen Seite anzuschlagen und dabei Punkte zu sammeln. Eine Runde dauert maximal drei Minuten. Wir spielen mit Airsoft-Waffen, aus denen sechs Millimeter grosse Plastikkügeli geschossen werden. Wer getroffen wird, muss das Spielfeld sofort verlassen.

Seit einem Jahr bist du dabei, ein SpeedQB-Team aufzustellen. Was war der Auslöser?
Schon in meiner Kindheit war ich fasziniert von Kügelipistolen, die es an der Kilbi zu kaufen gab. Von SpeedQB erfuhr durch einen Freund, der nun mit mir Teamcaptain ist. Letzten November fragte er mich, ob ich ein Team gründen will und zeigte mir Videos. «Safe», antwortete ich, «ziehen wir das durch».

Was waren die ersten Schritte?
Zuerst haben wir uns genauer über die Sportart informiert und einen Ort zum Trainieren gesucht. Dank etwas Glück konnten wir auch mit einem erfahrenen SpeedQB-Spieler telefonieren. Er gab uns Tipps und unterstützte uns bei unserem Vorhaben. Natürlich brauchten wir auch weitere Mitglieder. Also kontaktierten wir alte und neue Freunde und erzählten ihnen von SpeedQB. Jetzt sind wir eine zusammengewürfelte Truppe mit sieben Mitgliedern, die alle grosses Interesse an der Sportart haben. Das Team soll weiterwachsen, denn es wäre cool, in den Trainings auch gegeneinander spielen zu können.

Joe ist Mitgründer und Teamcaptain der Wolves.

Wo finden die Trainings statt?
Bis vor Kurzem haben wir auf einem Trainingsplatz im Kanton Thurgau trainiert. Mit jeweils einer Stunde Hin- und Rückfahrt war dieser Trainingsort jedoch nicht ideal und wir schauten uns nach einem Ort in der Nähe um. Nun können wir einmal in der Woche in der Paintball-Halle in Dornbirn trainieren.

Wie läuft ein Training ab?
Wir starten mit einer kurzen Besprechung des letzten Trainings. Nach dem Aufwärmen und einer Krafttrainingseinheit konzentrieren wir uns auf taktische oder spielerische Elemente. Zum Schluss spielen wir etwa zwei Stunden.

Was macht einen guten SpeedQB-Spieler aus?
Auf jeden Fall sollte man sportlich sein, denn der ganze Körper wird beansprucht. Manchmal wirft man sich aus einem Vollsprint auf den Boden. Zudem sollte man flink sein. Schiessübungen helfen dabei, treffsicher zu werden. Diese Fähigkeit wird durch die Spiele automatisch verbessert.

Wie verlief dein erstes SpeedQB-Spiel?
Offiziell gespielt habe ich zum ersten Mal vergangenen Sommer. Mein Teamkollege und ich fuhren an eine SpeedQB-Veranstaltung in Holland. Bei diesem Spassturnier durften wir ein deutsches Team unterstützen. Im Nachhinein wurde uns gesagt, dass man uns den Spass durch die Maske angesehen habe.

Habt ihr auch bereits als Team an einem Turnier teilgenommen?
Ja, wir spielten an zwei Turnierwochenenden in der Real Strike Arena in Holland, das dritte Wochenende steht kurz bevor. Im Moment belegen wir einen der hintersten Plätze. Aber das ist okay, wir sind ja noch absolute Anfänger.

Hast du dir ein Ziel gesetzt?
Es wäre ein Traum, wenn wir SpeedQB in fünf Jahren hauptberuflich machen könnten. Dazu würde nicht nur das Spielen gehören, sondern auch, dass wir unsere Erlebnisse auf Social Media teilen. Ein Spieler aus Amerika macht das bereits mit Streams auf Twitch oder Vlogs auf YouTube. Diese Richtung möchten wir auch einschlagen. Ausserdem wollen wir die Sportart in der Schweiz bekannter machen, denn bis jetzt gibt es erst vier Schweizer Teams.

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