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(Archiv: gb)

Sogar aus Zürich kommt jetzt Post zu Rhesi

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Sogar die Schweizerische Vereinigung Industrie und Landwirtschaft (SVIL) meldet sich nun zum Thema Rhesi zu Wort. Sie schreibt, die Entwicklung der Rheinkorrektion werde heute mit einer Rationalismus-, Technik- und Aufklärungskritik vermischt, die jedes prozesshafte Verständnis für die Geschichtsentwicklung vermissen lasse.

Der naturnahe Raum der einst über den ganzen Talboden mäandrierenden Gewässer sei im Laufe der letzten zweihundert Jahre verschwunden. "Das ist ein zivilisatorischer Prozess, den man bedauern kann", schreibt die SVIL und fragt: Kann man ihn rückgängig machen?" Die Frage müsse man offen diskutieren, um wieder ein Verhältnis zur Realität, das heisst u.a. auch zum Verhältnis zwischen Bodengrundlage und grenzenlos wachsender Bevölkerungszahl zu bekommen.

Die SVIL meint, es müsse ein Ziel sein, unsere ganze Wirtschaft so zu reformieren, dass die Naturgrundlage, von der wir leben, nicht immer weiter geschädigt wird. In Bezug auf die 3. Rheinkorrektion werde aber eine ganz andere Diskussion geführt. "Die Immobilienwirtschaft will die Gewässeraufweitung für Erholungszonen nutzen, die für die weitere Siedlungstätigkeit in der Wachstumsregion Rheintal wertsteigernd sind".

Zumal der Wille zur Reform fehle und eine grössere Krise absehbar sei, "bleiben wir darauf angewiesen, das zu behalten, was wir noch haben, das wenige  Landwirtschaftsland, das uns helfen wird, die kommende Krise zu mildern", schreibt die Schweizerische Vereinigung Industrie und Landwirtschaft.

Im Wissen um diesen Konflikt sei es lebenswichtig, die bestehenden Wuhren zu verstärken, das Vorland für die Landwirtschaft (sprich unsere Ernährung) zu erhalten und das Feinrelief dieses Landes nicht zu zerstören, sondern zu nutzen für die Bodenmaterialgewinnung zwecks Bodenverbesserung der sackenden Moorböden. Auch sei mit Flachwasserzonen, Fischtreppen und künstlichen Laichplätzen der Fischbestand zu stärken. "Das alles mit viel weniger Bodenverlust und viel weniger Geld, das ja bereits fehlt", meint die Schweizerische Vereinigung Industrie und Landwirtschaft.

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