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Widnau

Alexander Schawalder vor dem Pool, in dem er Aquajogging machen kann, sobald die Fäden raus sind.
Alexander Schawalder vor dem Pool, in dem er Aquajogging machen kann, sobald die Fäden raus sind. (Bild: ys)

Silvan Hefti schickte die ersten Genesungswünsche

Yves Solenthaler Kommentare

Der 58-jährige Triathlet Alexander Schawalder, Weltmeister in seiner Altersklasse, ist am Samstagmorgen im Radtraining mit einem Auto zusammengestossen.

Dabei brach er sich die linke Hüfte und zog sich einen Innenbandriss am Knie sowie Schäden am Meniskus zu. «Die Coronasaison ist für mich beendet», sagt er, «aber ich hatte Glück im Unglück.»

Einerseits, weil der Unfall – beide Verkehrsteilnehmer sahen einander bis zuletzt nicht – schlimmer hätte ausgehen können. Und andererseits, weil Schawalders Saisonziele (EM und WM) ohnehin abgesagt worden sind.

Der 58-Jährige denkt immer noch wie ein Spitzensportler

9700 Kilometer auf dem Rennvelo hatte der Widnauer in diesem Sommer schon gestrampelt, er hatte die Coronapause zu noch intensiverem Training genutzt: «Ich wäre bereit gewesen für die folgenden Wettkämpfe.» Statt Trans Vorarlberg gibt’s nun aber Aquajogging im Pool daheim in Widnau. Die Hüfte darf er erst in drei Monaten wieder belasten, der Meniskus muss wohl operiert werden.

«Aber so leicht gibt Schawalder nicht auf», sagt Schawalder: «Nächstes Jahr möchte ich wieder Weltmeister werden, ich bin schliesslich der Titelverteidiger.»

Alexander Schawalder hat das Denken eines Spitzensportlers auch mit 58 Jahren noch verinnerlicht. Daher hat der Leiter Privatkunden der Alpha Rheintal Bank einen guten Draht zu Profisportlern. Das zeigt er seit zwei Jahren als Moderator der Rheintaler Sportlerwahl. Und auch die Absender von Genesungswünschen illustrieren dies: «Das erste Whatsapp habe ich von FCSG-Captain Silvan Hefti erhalten.» Triathlon-Olympiasiegerin Nicola Sprig schickte Genesungswünsche retour: Sie war am Freitag ebenfalls im Training verunfallt.

Die Frau des Teamchefs war die Ersthelferin

Schawalder erlitt schon vor fünf Jahren einen Trainingsunfall, damals verlor er gar das Bewusstsein: «Daran hatte ich einige Zeit zu nagen.» Diesmal fürchtet er sich nicht vor Spätfolgen. Er sei im Spital Altstätten gut betreut worden. Auch die erste Passantin an der Unfallstelle leistete wertvolle Hilfe. Es war Sabine Frei, die Frau von Alexander Schawalders Teamchef vom Radsportteam Frei.

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