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Rechtzeitig stoppen, klare Signale ausstrahlen; erst dann mit dem Pfefferspray drohen. Das muss geübt sein.
Rechtzeitig stoppen, klare Signale ausstrahlen; erst dann mit dem Pfefferspray drohen. Das muss geübt sein.

Sich wirkungsvoll zur Wehr setzen

Max Pflüger Kommentare

Von Angriffen und Übergriffen wird oft berichtet. Opfer kann jeder werden. In einem Pfefferspray-Kurs wurden kürzlich Tipps zur Selbstverteidigung vermittelt.

Kein Opfer sein, sondern in realistisch nachgestellten Bedrohungssituationen lernen, wie man sich wehren kann: Diese Chance nutzten die Teilnehmenden am Kurs der Kampfsportschule Krav Maga in Altstätten. Man bekam die Funktionsweise und die Wirkung des Pfeffersprays erklärt und die gesetzlichen Rahmenbedingungen für dessen Einsatz in Selbstverteidigungssituationen erläutert.

Sicherheit

erwerben

Mit Kursleiter Mislim Imeroski und den beiden Krav-Maga-Instruktoren Thomas Nemeth, Altstätten, und Patrik Di Lena, Flawil, standen vier Kursteilnehmende drei Lehrern gegenüber, was für die Kursteilnehmer natürlich ein Vorteil war.

Die Atmosphäre war bald einmal freundschaftlich und familiär, die Betreuung intensiv. Der Wunsch, vorbereitet zu sein und zu wissen, wie der Pfefferspray wirkungsvoll eingesetzt wird, hatte zur Kursteilnahme motiviert. Die Presseberichte von Übergriffen auf Bahnhöfen, in Unterführungen, auf dunklen Wegen und in Parks machen Angst und verunsichern. Die vier Kursteilnehmer wollten in die Offensive gehen und etwas für die eigene Sicherheit tun. Einer von ihnen besucht bereits ein Karatetraining. Er will seine Möglichkeiten der Selbstverteidigung mit dem Pfefferspray-Kurs gezielt ergänzen.

Pfefferspray: Rechtliche Aspekte beachten

Im theoretischen Teil erfuhren die Teilnehmer Interessantes und Wissenswertes rund um den Pfefferspray und seinen Einsatz. Das Thema umfasst ein breites Feld. Patrick Di Lena führte in die Chemie des Wirkstoffes und seiner Auswirkungen auf Augen und Atemwege ein. Er zeigte die Vor- und Nachteile der Spray-Systeme und gab Tipps für den Kauf. Ein breites Feld sind die rechtlichen Aspekte für den Erwerb, den Besitz und den Einsatz eines Pfeffersprays. Auch bei der Anwendung in Notwehrsituationen gilt es, wichtige gesetzliche Bestimmungen zu beachten.

Bewegungen

verinnerlichen

Im praktischen Teil konnte man das Verhalten in Übergriffsituationen praktisch einüben. Denn nur wer die Bewegungen und Stellungen verinnerlicht hat, kann diese im Notfall ohne langes Nachdenken auch abrufen. Mislim Imeroski ermahnt daher die Teilnehmer auch, sich das Gelernte immer wieder in Erinnerung zu rufen und immer wieder auch praktisch zu üben. Geübt wurden Stellungen zum energischen Haltgebieten und die Handhabung des Pfeffersprays. Zielübungen sollen die Sicherheit erhöhen, damit der Angreifer wirkungsvoll getroffen wird und sich der Angegriffene nicht selbst dem Wirkstoff aussetzt. Schliesslich üben die Kursteilnehmer im Freien vor dem Kurslokal das richtige Verhalten in realistisch nachgestellten, brenzligen Situationen sowie die Verteidigung aus dem stehenden Auto heraus.

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