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Au

Am restaurierten Gebäude an der Hauptstrasse 30 in Au wird an das seinerzeitige Telegraphen- und Telephon-Amt erinnert.
Am restaurierten Gebäude an der Hauptstrasse 30 in Au wird an das seinerzeitige Telegraphen- und Telephon-Amt erinnert. (egb)

Seit 1933 die «alte Post»

Peter Eggenberger Kommentare

Die restaurierte Firmentafel «Telegraph Telephon» dokumentiert die ehemalige Bedeutung des Hauses an der Hauptstrasse in Au.

Von Alteingesessenen wird das markante, sogar einen Erker aufweisende Haus im Monsteinquartier noch immer als «alte Post» bezeichnet. «Allerdings erhielt die Post bereits 1933 gegenüber dem Bahnhof ein neues Gebäude, das 1981 abgebrochen wurde», schreibt Walter Frei in der neuen Ausgabe der vierteljährlich erscheinenden «Auer Zitig». Die Post bezog anschliessend den Neubau an der Bahnhofstrasse.

«Es ist ein Treffpunkt (...) von grosser Bedeutung für das öffentliche Leben», heisst es im Buch «Au und Heerbrugg, zwei Rheintaler Dörfer im Wandel», zur entsprechenden Fotografie aus dem Jahr 2011. Wenige Jahre später erfasste der Wandel auch die Post, wurde doch die Geschäftsstelle an der Bahnhofstrasse aufgehoben. Als Ersatz wurde eine Post-Filiale in das Ladengeschäft «Go Pschta» an der Zollstrasse integriert.

Naturladen statt Telefonverbindungen

Das erwähnte Buch enthält eine historische Fotografie, die Frauen im Haus Hauptstrasse 30 bei ihrer Arbeit an der Telefonzen­trale zeigen. Die «Damen vom Amt» hatten Telefonverbindungen mittels in Buchsen zu steckende Stöpsel herzustellen. Eine weitere Mitarbeiterin ist mit dem Telegraphenapparat samt Lochstreifen beschäftigt. Heute ist im Erdgeschoss des Hauses das Centaurea-Naturladengeschäft domiziliert, das eine breite Auswahl biologischer Produkte anbietet. Das 285 Seiten starke, reich illustrierte Buch «Au und Heerbrugg, zwei Rheintaler Dörfer im Wandel» wurde von Johannes Huber verfasst. Es kann im Gemeindehaus gekauft werden.

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