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Tanja Bognar & Co. spielen an der WM nicht um die Goldmedaille.
Tanja Bognar & Co. spielen an der WM nicht um die Goldmedaille. (Swiss Faustball)

Schweizerinnen verpassen den WM-Final

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Die Schweizer Faustball-Frauen verlieren ihr WM-Halbfinalspiel gegen Gastgeber Österreich trotz der bislang besten Leistung des Turniers mit 1:3.

Die Tribünen des Center Courts waren voll besetzt, das Wetter perfekt und die Ausgangslage versprach Hochspannung. Schweiz gegen Österreich lautete die Affiche im WM-Halbfinal der Frauen, dem letzten Spiel des Tages an der WM in Grieskirchen. Eine Begegnung, die vor drei Jahren an der WM in Linz bereits einmal stattgefunden hatte. Damals mit dem besseren Ende für die Schweizerinnen, die das Spiel mit 3:2 für sich entscheiden konnten. In der Gruppenphase ging das Direktduell gegen die Österreicherinnen allerdings deutlich mit 0:3 verloren. Das Team der Trainer Anton Lässer und Benjamin Marti-Suter musste sich also steigern.

Den Start verpasst

Der Plan der Schweizerinnen sah vor, im Angriff stärker die Flanken anzuspielen, so die gegnerischen Angreiferinnen zu beschäftigen und in der Abwehr kompakter zu stehen. Das Vertrauen der Trainer erhielten zu Beginn im Angriff Tanja Bognar und Celina Traxler, die bis kurz vor der WM noch verletzt war. In der Mitte spielte Jamie Bucher und das Abwehrduo bildeten Tina Baumann und WM-Neuling Fabienne Frischknecht. Der Auftakt gelang den Schweizerinnen allerdings nicht nach Wunsch. Wie im Gruppenspiel waren es die Gastgeberinnen, die das Spielgeschehen an sich reissen konnten. Der erste Satz ging klar mit 11:5 an Österreich. Und auch im zweiten Durchgang erwachten die Schweizerinnen zu spät. Zu mehr als einem Herankommen bis auf zwei Punkte (9:11) reichte es nicht mehr.

Starke Reaktion reicht nicht

Im dritten Satz kehrte aber die Hoffnung zurück. Die Abwehr um Tina Baumann und die eingewechselte Natalie Berchtold stand kompakt und die Zuspiele wurden präziser, sodass Tanja Bognar und Captain Janine Stoob ein ums andere Mal punkten konnten. Entsprechend ging der dritte Satz verdient mit 11:5 an die Schweiz. Im vierten Durchgang entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe mit teilweise spektakulären Aktionen. Die Schweizerinnen konnten über weite Strecken mithalten, den eingefangenen Rückstand aber nicht mehr ganz wettmachen.

So verloren sie den vierten Satz mit 9:11 und verpassen damit den Finaleinzug. «Es fehlte nicht viel. Wir hatten die Österreicherinnen super unter Kontrolle im dritten Satz. Im vierten Durchgang haben wir sie dann aber wieder ins Spiel kommen lassen, weil wir etwas zu wenig Druck am Service und in der Defensive ein paar blöde Fehler drin hatten», analysierte Captain Janine Stoob nach Spielschluss. Statt des grossen Finals gegen Titelverteidiger Deutschland spielen die Schweizerinnen am Samstag um 15.15 Uhr gegen Chile als klare Favoritinnen um die Bronzemedaille.

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