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  • Manche Stellen im Bachtobel müssen schwimmend überwunden werden.
    Manche Stellen im Bachtobel müssen schwimmend überwunden werden. (Bild: Urs Brosy)
  • Einfachere Schluchtenwanderungen eignen sich für die ganze Familie.
    Einfachere Schluchtenwanderungen eignen sich für die ganze Familie. (Bild: Urs Brosy)
  • Manche Stellen im Bachtobel müssen schwimmend überwunden werden.
  • Einfachere Schluchtenwanderungen eignen sich für die ganze Familie.

Schluchtenwandern ist ein nasser Spass

Karin Erni Kommentare

Warum die Wanderschuhe nicht einmal in der Ecke stehen lassen und einem schattigen Tobel entlangkraxeln?

Karin Erni

Urs Brosy ist Autor mehrerer Outdoor-Bücher. Eines davon ist das «Ostschweizer Schluchtenbuch». Darin macht Brosy 34 Tourenvorschläge in Schluchten und Tobeln. Von den meisten Touren gibt es kürzere und längere Varianten und verschiedene Schwierigkeitslevels. Urs Brosy gibt Tipps, was es bei einer Schluchten-Tour zu beachten gilt, und wo die schönsten Brätelstellen sind. Ein gutes Dutzend Touren sind im Appenzellerland. Wir beschreiben vier davon.

Ist eine Schluchtenwanderung gefährlich?

Urs Brosy: Die nachfolgend beschriebenen Routen sind ohne besondere Gefahren zu begehen. Hiesige Bäche können bei einem Gewitter nicht derartig anschwellen wie jene in Bergregionen. Es empfiehlt sich aber immer, vorher den Wetterbericht zu konsultieren und nur bei stabilen Verhältnissen in eine Schlucht zu steigen. Die grösste Gefahr ist das Ausrutschen auf nassen Steinen. Man sollte sich daher vorsichtig bewegen und immer bedenken, dass bei einer Verletzung Hilfe nicht so schnell geholt werden kann.

Welche Tageszeit ist ideal?

Am frühen Morgen sind viele Bäche noch kalt und gegen Abend dringt die Sonne nicht mehr in schmale Schluchten durch. Ich empfehle daher, um die Mittagszeit zu starten.

Welche Schluchten empfehlen Sie im Appenzellerland?

Für Einsteiger und Familien mit Kindern empfiehlt sich das Hundwilertobel zwischen Hundwil und Auensteg, die Urnäsch von Hundwil bis Kubel, die Sitter vor und bei Haslen sowie Brüel- und Weissbach in Innerrhoden. Schön, aber etwas anspruchsvoller sind das Chastenloch zwischen dem Bad Trogen und der Achmüli oder das Gmündertobel zwischen Gmünden und Zweibruggen in St.Gallen-West.

Wie bereite ich mich auf die Tour vor?

In meinem Buch gebe ich Hinweise zu Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten, falls etwas passiert oder die Tour zu lang wird. Es empfiehlt sich, diese zu notieren oder gut einzuprägen.

Welche Bekleidung ist zweckmässig?

Ich empfehle T-Shirt und kurze Hose, eine etwas festere Badehose geht auch. An den Füssen sind Badeschuhe mit gutem Halt oder ein paar alte Turnschuhe ideal.

Wie transportiere ich Proviant und Ersatzkleider?

Wer hat, kann einen speziellen Wassersack mitnehmen. Ich persönlich finde einen normalen Rucksack praktischer. Den Inhalt kann man zum Schutz vor Nässe in einen dichten Plastikbeutel packen und gut zuschnüren.

Was muss punkto Naturschutz beachtet werden?

Vor einer Tour sollte man sich nach dem Natur- und Tierschutz in der entsprechenden Region erkundigen und sich jederzeit entsprechend verhalten.

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