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Die Werdenberger Schloss-Festspiele gehen weiter.
Die Werdenberger Schloss-Festspiele gehen weiter.

Schloss-Festspiele gerettet

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Anlässlich einer Genossenschaftsversammlung haben die Schloss- Festspiele eine neue Direktion und mit «La Traviata» ein neues Opernprojekt vorgestellt.

Die Oper soll 2018 über die Bühne gehen. Nicht mehr auf dem Schloss, sondern am Werdenberger See. Die künstlerische Leitung der Inszenierung teilen sich der neue musikalische Leiter Bill Maxfield (Kapellmeister) und Kuno Bont (Regie, Inszenierung). Die Verwaltung unter Interimspräsident Roger Rusterholtz hat die vergangenen Monate intensiv genutzt, um die Werdenberger Schloss-Festspiele selbstkritisch zu hinterfragen und ein neues Konzept auszuarbeiten, das nicht nur den Weiterbestand sichern, sondern auch zeitgemässe Organisations- und Durchführungsstrukturen bringen soll.

In zahlreichen Sitzungen wurden die Organisationsform, die Möglichkeit für Kooperationen sowie das künstlerisch-inszenatorische Konzept der Werdenberger Schloss-Festspiele gründlich überprüft. Dabei wurde mit Blick auf eine nachhaltige Lösung und eine Verbesserung der Eigenwirtschaftlichkeit, auch der Standort zur Disposition gestellt. Die Abklärungen ergaben zudem, dass die bestehende Tribüne aus sicherheitstechnischen Gründen nicht mehr weiterverwendet werden kann und in Zukunft eine andere Lösung gesucht werden muss. Neu soll auch vermehrt mit anderen einheimischen Vereinen zusammengearbeitet werden. Neu teilen sich Bill Maxfield (Musik) und Kuno Bont (Regie) die künstlerische Leitung der Werdenberger Schloss-Festspiele.

Die von der Verwaltung bereits bestätigte Direktion ist nach zeitgemässen Produktionsmassstäben gegliedert, sehr kompetent und auch regional verankert. Es gehören ihr an: Bill Maxfield (musikalische Leitung, Kapellmeister), Kuno Bont (Regisseur, Produktionsleiter), Res Lippuner (Finanzchef), Jörg Gantenbein (Technik/Infrastruktur), Vreni Keller (Rahmenprogramm) und Silvia Fuchs (Betreuung).

Nach einem Vierervorschlag des neuen musikalischen Leiters Bill Maxfield und einer gründlichen Diskussion haben die Verwaltung und die Direktion entschieden, 2018 die Verdi-Oper «La Traviata» zu spielen. Geplanter Aufführungsort ist am Werdenberger See und nicht mehr auf Schloss Werdenberg.

Das Schloss wird dennoch mit seiner markanten Erscheinung präsent sein und das einzigartige Ambiente des Opernerlebnisses stark mitprägen. Zum Konzept der neuen Inszenierung gehört auch ein Rahmenprogramm, das in Zusammenarbeit mit dem Verein Schloss Werdenberg und weiteren Akteuren durchgeführt wird. (pd)