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Rüthi

(Archivbild: Max Tinner)

Rüthis Grundbuch wird ab August in Oberriet geführt

Gk/mt. Kommentare

Aus personellen Gründen ist Rüthi gezwungen, ein Stück Eigenständigkeit aufzugeben und sein Grundbuchamt von der Gemeindeverwaltung Oberriet führen zu lassen: Für die frei gewordene Grundbuchverwaltungsstelle hatte es keine Bewerbungen gegeben.

Die Politischen Gemeinden Oberriet und Rüthi arbeiten in naher Zukunft noch enger zusammen. Das Grundbuchamt Rüthi wird ab 1. August 2022 in Oberriet geführt, kündigen die beiden Gemeinden in einer gemeinsamen Medienmitteilung an. Die beiden Gemeinderäte haben die Vereinbarung über die gemeinsame Führung des Grundbuchamtes genehmigt. Sie untersteht nun sowohl in Oberriet als auch in Rüthi noch dem fakultativen Referendum. 

Die Reorganisation wurde für Rüthi nötig, weil sich für die Grundbuchverwaltungsstelle keine Nachfolge fand: Grundbuchverwalterin Denisa Bösch wechselte auf den 1. Juni zum regionalen Grundbuchamt Heiden-Grub-Rehetobel-Wald-Wolfhalden. Auf die ausgeschriebene Stelle im Grundbuchamt Rüthi gingen keine Bewerbungen ein. "Die entsprechenden Fachkräfte im Kanton sind sehr dünn gesät", wird in der Medienmitteilung festgehalten. 

Mit dem Grundbuchamt Oberriet, welches bereits seit mehreren Jahren die Stellvertretung für das Grundbuchamt Rüthi wahrnimmt, fand der Gemeinderat Rüthi die Lösung und Basis für die künftige Zusammenarbeit im Grundbuchwesen. 

Die beiden Gemeinderäte von Oberriet und Rüthi genehmigten dazu die gemeinsame Vereinbarung zur Führung des Grundbuchamtes. Ab 1. August 2022 wird das Grundbuchamt Rüthi am Standort in Oberriet geführt. Ansprechpartner sind die Mitarbeitenden Raiko Zellweger, Barbara Zogg und Liana Kobler. 

Die Grundbuchkreise Oberriet und Rüthi bleiben wie bisher bestehen. Die jährliche Grundpauschale für die Übernahme des Grundbuchamtes beträgt 92’500 Franken. Erstmalig wird die Vereinbarung über eine feste Dauer von fünf Jahren abgeschlossen. Danach beträgt die Kündigungsfrist ein Jahr. 

Die Vereinbarung wird in den Gemeinden Oberriet und Rüthi vom 23. Juni bis 22. Juli dem fakultativen Referendum unterstellt. 

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