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Sandro Hungerbühler (rot) gab den Startschuss zu einem starken Kriessner Auftritt.
Sandro Hungerbühler (rot) gab den Startschuss zu einem starken Kriessner Auftritt. (Bild: pd)

RSK punktet überraschend

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Die Kriessner Ringer holen gegen Tabellenführer und Titelverteidiger Willisau wie schon in der Vorrunde einen Punkt.

Ringen Nach der Abwaage hätten nur die grössten Optimisten auf einen Kriessner Punktegewinn gewettet, denn die Gastgeber traten mit einem sehr jungen Team an. Zwar fehlten bei den Lions einige Leistungsträger, doch der Tabellenführer blieb der klare Favorit.

Doch von Beginn an zeigte Schwarz-Gelb, dass man gewillt war, seine Haut teuer zu verkaufen. Sandro Hungerbühler machte bis 57 kg Greco den Auftakt und liess Florian Schärli keine Chance. Er nutzte seine Chancen zu einem verdienten 15:0-Sieg. Ein Sieg gelang Noel Hutter bis 130 kg Freistil zwar nicht, doch er zeigte gegen den deutlich höher eingestuften Delian Alishahi eine starke Leistung, hielt den Kampf lange offen und konnte mit der 0:7-Niederlage gut leben. Für Nico Lüchinger war der Auftritt bis 61 kg Freistil das Saisondebüt im RSK-Fanionteam. Gegen Routinier Timon Zeder hingen die Trauben für den jungen Kriessner aber zu hoch. Er musste sich mit 0:15 geschlagen geben.

Nach überstandener Verletzung meldete sich Ramon Betschart eindrücklich zurück. Das Kriessner Aushängeschild löste die Aufgabe bis 97 kg Greco gegen Daniel Häfliger mit Bravour und schaffte mit zwei sehenswerten Aushebern ein vorzeitiges 16:0. Wenig Erbauliches gab es dagegen für Dorien Hutter bis 65 kg Greco. Kaderringer Dimitar Sandov liess kaum einen Zweifel daran, wer die Begegnung gewinnen würde. Allerdings wurde der Willisauer dann doch etwas übermütig und musste bei einer verunglückten Angriffsaktion einen Zähler abgeben. Das 1:17 verhalf Hutter zu einem wertvollen Punkt.

Betschart mit der Initialzündung

Richtig lanciert wurde der Kampf nach der Pause mit der Begegnung bis 86 kg Freistil zwischen Tobias Betschart und Manuel Jakob. Der körperlich äusserst starke Willisauer liess kaum etwas zu und erarbeitete sich aus einer starken Defensive heraus einen 1:4-Vorsprung. Doch Betschart liess nicht locker, versuchte alles, um den Kampf noch zu drehen und tatsächlich, drei Sekunden vor dem Ende gelang dem Kriessner eine tolle 4er-Wertung zum viel umjubelten 6:4-Schlussresultat.

Damit sprang der Funke aufs Publikum über und Dominik Laritz sorgte dafür, dass dieser weiterbrannte. Er zeigte bis 70 kg Freistil gegen Tobias Portmann einen starken, taktisch geführten Kampf. Zwar musste sich Laritz am Ende bei einem 3:3 wegen der letzten Wertung für Portmann geschlagen geben, doch die Leistung des Kriessner Nachwuchsmannes war überzeugend.

Nach seinem Einstand gegen Hergiswil kam Christian Wolf bis 80 kg zu seinem Heimdebüt gegen Yanik Bucher. Nach einem ausgeglichenen ersten Umgang erhöhte Wolf das Tempo deutlich und es wurde offensichtlich, dass Bucher das Tempo nicht mitgehen konnte. Völlig entkräftet musste sich der Willisauer letztlich auf die Schulter legen lassen. Bis 75 kg Greco war es an David Loher, der gegen Routinier Roger Heiniger schnell klarmachte, dass er sich von der Erfahrung des Willisauers nicht beeindrucken liess. Er ging dank eines sehenswerten Armzugs in Führung und baute diese bis zum Schluss zu einem 7:1-Sieg aus. Michel Steger hätte im Schlusskampf bis 75 kg Freistil gegen Mansur Mavlaev einen Punkt gebraucht, um seinen Farben den Sieg zu bringen. Es blieb beim Wunsch, denn Mavlaev liess dem Kriessner keine Gelegenheit zum Punkten und er sicherte seinen Farben mit dem 15:0 wenigstens einen Punkt. (pd)

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